11.04.2007

Acht Journalisten aus Gefängnis entlassen

Reporter ohne Grenzen (ROG) begrüßt die Freilassung von acht Journalisten, die für 17 Monate in Äthiopien inhaftiert waren. Der Oberste Gerichtshof entlastete sie am Montag von dem Vorwurf, das Regime stürzen zu wollen. ROG fordert nun, auch die 13 weiteren inhaftierten Journalisten sofort aus dem Gefängnis zu entlassen.

„Wir freuen uns sehr über diese gute Nachricht. Besonders erleichtert sind wir, dass Serkalem Fasil und Eskinder Nega frei sind und nun für ihr Kind sorgen können, das im letzten Jahr im Gefängnis zur Welt kam“, so Reporter ohne Grenzen. „Positiv ist auch, dass gegen einige der 13 noch inhaftierten Journalisten die schwerwiegendsten Anklagepunkte fallengelassen wurden. Sie alle müssen nun rasch entlassen werden. Dann kann endlich wieder ein Dialog mit Äthiopien aufgenommen werden und das Land den Weg in Richtung Demokratie einschlagen.“

Das Gericht sprach am Montag insgesamt 25 Angeklagte frei, die sich wegen „Genozid“, „Hochverrat“ und „Umsturzpläne gegen die Regierung“ verantworten mussten. Es entschied, dass die Regierung die Vorwürfe gegen sie nicht beweisen könne.
Die Freigesprochenen waren im November 2005 während einer Polizeirazzia festgenommen worden, als die größte Oppositionsgruppe „Koalition für Einheit und Demokratie“ (CUD) gegen die Regierung Äthiopiens demonstrierte. Acht dieser 25 Festgenommenen waren Journalisten.

Auf der Rangliste von Reporter ohne Grenzen zur Lage der Pressefreiheit weltweit ist Äthiopien auf Platz 160 (von 168).

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Katrin Evers
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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