Tagung am 10. September 2014 von 09.00 - 18.00 Uhr in Berlin

Besserer Schutz für Menschenrechtsverteidiger

am 10. September von 09.00 - 18.00 Uhr
Brot für die Welt
Caroline-Michaelis-Straße 1
10115 Berlin
 

Reichen die existierenden Schutzmechanismen gegen die vielfältigen Bedrohungen für Menschenrechtsverteidiger und -verteidigerinnen aus? Was kann von Deutschland, der EU sowie der internationalen Staatengemeinschaft getan werden, damit Menschenrechtsverteidiger und -verteidigerinnen besser geschützt und gehört werden? Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft und Politik diskutieren mit Gästen aus vier Kontinenten. 

Die UN-Vollversammlung verabschiedete 1998 eine Erklärung, die die Mitgliedsstaaten verpflichtet, Menschenrechtsverteidiger und -verteidigerinnen besonders zu schützen und ihr Recht, die Menschenrechtsarbeit, anzuerkennen. Die 2004 verabschiedeten EU-Leitlinien zum Schutz von Menschenrechtsverteidigern und -verteidigerinnen enthalten konkrete Empfehlungen für die koordinierte Unterstützung und den Schutz von Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidigern in Ländern außerhalb der EU.

Dennoch hat sich ihre Situation in den vergangenen Jahren kaum verbessert: Nach wie vor sind sie in hohem Maße gefährdet, wenn sie sich für Meinungs-, Presse-, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit einsetzen oder gegen Arbeitsausbeutung, Gesundheitsschädigungen und Landraub durch Unternehmen wehren. Besonders groß ist die Gefahr für Menschenrechtsverteidigerinnen, die bereits aufgrund ihres Geschlechts vielerorts benachteiligt und diskriminiert werden.

Die Verbreitung des Internets in den letzten Jahren hat ebenfalls Folgen. Einerseits spielt die Kommunikation im Internet und besonders in den sozialen Medien eine immer wichtigere Rolle für den Zugang zu Informationen, die Dokumentation von Menschenrechtsverletzungen und ihre Verbreitung. Gleichzeitig aber nutzen Regierungen und Unternehmen das Internet, um mit Hilfe spezieller Software Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidiger zu überwachen, zu zensieren und zu verfolgen. Der Export solcher Software ist bislang nur unzureichend geregelt. Das ist auch ein Problem für Journalistinnen und Journalisten, die über Menschenrechtsverletzungen berichten wollen.

Vor diesem Hintergrund geht die Tagung der Frage nach, ob die existierenden Schutzmechanismen gegen die vielfältigen Bedrohungen für Menschenrechtsverteidiger und -verteidigerinnen ausreichen. Diskutieren Sie mit uns, den Referierenden, Vertretern und Vertreterinnen der Politik und den Gästen aus vier Kontinenten: Was kann von Deutschland, der EU sowie der internationalen Staatengemeinschaft getan werden, damit Menschenrechtsverteidiger und -verteidigerinnen besser geschützt und gehört werden? In Arbeitsgruppen sollen konkrete Handlungsempfehlungen erarbeitet werden.

Die Tagung richtet sich an die Vertreter und Vertreterinnen, Nichtregierungsorganisationen, an die Mitglieder des Bundestags und des Europaparlaments sowie an Vertretende der Bundesregierung. Übersetzungen aus dem Spanischen und Englischen sind gewährleistet.

Bitte melden Sie sich per E-Mail oder telefonisch an bei Eimear Gavin: +49 30 65211 1811.


Veranstalter:
Brot für die WeltAmnesty InternationalForum MenschenrechtePeace Brigades InternationalNürnberger Menschenrechtszentrum und Reporter ohne Grenzen



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