Bangladesch 03.06.2020

#FreeThemAll: Ahmed Kabir Kishore

© picture alliance / NurPhoto | Rehman Asad

Die Organisation Reporter ohne Grenzen hat die Behörden in Bangladesch dazu aufgefordert, den Karikaturisten Ahmed Kabir Kishore umgehend freizulassen. Zusammen mit dem Journalisten und Blogger Mushtaq Ahmed und dem Whistleblower Didarul Bhuiyan wird Kishore vorgeworfen, „Gerüchte über das Coronavirus“ verbreitet und Nationalsymbole beschmutzt zu haben. Sollten Kishore, Bhuiyan und Ahmed, die allesamt Anfang Mai verhaftet wurden, für schuldig befunden werden, dann drohen ihnen unter der Sektion 21 des sogenannten Digital Security Act lebenslange Haftstrafen. 

Die Vorwürfe gegen Kishore und seine Mitangeklagten gehen laut Medienberichten auf ihre mutmaßliche Mitwirkung an einer Facebook-Seite namens „I am Bangladeshi“ zurück. Auf dieser wurde kurz vor Kishores Verhaftung eine Cartoonreihe mit dem Titel „Das Leben in Zeiten von Corona“ veröffentlicht, in der sich Kishore satirisch mit den Corona-Maßnahmen in Bangladesch auseinandersetzt. Seit Anfang Mai sind in dem Land laut Reporter ohne Grenzen mindestens 12 Journalisten und Blogger wegen ihrer Berichterstattung angeklagt worden. 



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