Afghanistan 10.09.2021

#FreeThemAll: Ali Reza Ahmadi

Die afghanische Flagge.
Die afghanische Flagge. ©picture alliance / blickwinkel/McPHOTO/K. Steinkamp

Angesichts der kritischen Lage für Medienschaffende in Afghanistan hat die Organisation Reporter ohne Grenzen erneut an die Bundesregierung appelliert, afghanischen Journalisten und Mitarbeitern von Medienhäusern  schnell und unbürokratisch Visa für Deutschland auszustellen. Nach dem Ende der Evakuierungen per Flugzeug müsse man sich nun insbesondere um Journalistinnen und Journalisten kümmern, die bereits in Drittländer geflohen sind. „Das Mindeste, was die Behörden jetzt tun müssen, ist umgehend eine verbindliche Grundsatzentscheidung für in Drittstaaten geflüchtete Medienschaffende aus Afghanistan zu treffen“, so RSF-Geschäftsführer Christian Mihr.

RSF erhält laut eigenem Bekunden seit drei Wochen täglich Dutzende Anfragen und Nothilfegesuche afghanischer Medienschaffender und ihrer Angehörigen und hat eine Namensliste von Medienschaffenden angelegt, die in Afghanistan in Lebensgefahr schweben. Wie akut die Gefahr ist, zeigte zuletzt auf tragische Weise das Schicksal des Journalisten Ali Reza Ahmadi. Auch er war unter den Medienschaffenden, die bei RSF Hilfe suchten. Er kam am 26. August bei den Bombenanschlägen am Flughafen Kabul ums Leben.



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