Tschad 12.01.2021

#FreeThemAll: Blaise Noubarassem

Auf einer Straße fahren Motorräder und Autos; links von der Straße sind außerdem Gebäude und Straßenlaternen und rechts Bäume zu sehen
N'Dajame, Hauptstadt vom Tschad © picture alliance / AA / Mahamat Ramadane

Nach Informationen des Komitees zum Schutz von Journalisten (CPJ) sind im Tschad in den vergangenen Monaten mehr als 20 Medienvertreter und unzählige weitere Menschen zeitweise verhaftet worden. Unter den Betroffenen ist auch der Journalist Blaise Noubarassem, der am 27. November 2020 zusammen mit 70 anderen Menschen bei einer Polizeirazzia in den Redaktionsräumen seines Arbeitgebers Radio FM Liberté festgenommen worden sein soll. Zum Zeitpunkt der Razzia hatte in der Zentrale des Radiosenders in der Hauptstadt N'Djamena eine Weiterbildung für Journalisten stattgefunden.

Wie das CPJ berichtet, setzten die Polizeibeamten bei dem Einsatz Tränengas ein und schlugen mehrere Menschen. Auch Noubarassem soll während seiner Verhaftung laut eigenen Aussagen mehrfach geschlagen und bedroht worden sein. Gegenüber CPJ-Vertretern gab der Journalist an, er sei noch am selben Tag für mehrere Stunden verhört worden. Bei seiner späteren Freilassung, die genau wie seine ursprüngliche Verhaftung von den Behörden nicht begründet wurde, habe ihm ein Beamter mit den Worten gedroht: „Du und ich, wir werden uns wiedersehen.“



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