#FreeThemAll: Dawit Isaak | Reporter ohne Grenzen für Informationsfreiheit
Eritrea 19.11.2019

#FreeThemAll: Dawit Isaak

Dawit Isaak
Dawit Isaak © Kalle Ahlsén

Mit dem heutigen Tag ist es ganze 14 Jahre her, dass der schwedisch-eritreische Journalist Dawit Isaak zum letzten Mal öffentlich gesehen wurde. Am 19. November 2005 war Isaak, der zu diesem Zeitpunkt bereits vier Jahre ohne Anklage im Gefängnis verbracht hatte, kurzfristig aus der Haft entlassen und von den eritreischen Behörden in ärztliche Obhut übergeben worden. Die Mediziner sollten Verletzungen behandeln, die dem Journalisten während seines Gefängnisaufenthalts durch Folter zugefügt worden waren. Einen Tag später wurde Isaak dann erneut inhaftiert. Seitdem fehlt jede Spur von ihm.

Als Verleger von Setit, der ersten unabhängigen Zeitung Eritreas, hatte Isaak es gewagt, Briefe zu veröffentlichen, in denen einige Minister den eritreischen Präsidenten Isayas Afewerki zu Reformen aufgerufen hatten. Seit Isaaks erneuter Verhaftung weigert sich die Regierung, Informationen zu seinem Verbleib herauszugeben. Von den zehn anderen Medienschaffenden, die 2001 zusammen mit Isaak verhaftet wurden, sind nach Informationen von Reporter ohne Grenzen mittlerweile sieben im Gefängnis verstorben.

In der Rubrik #FreeThemAll werden auch Fälle inhaftierter Medienschaffender vorgestellt, die nicht im ROG-Barometer der Pressefreiheit stehen. In das Barometer nimmt ROG nur Fälle auf, in denen die Organisation einen direkten Zusammenhang der Haft mit der journalistischen Tätigkeit belegen kann. In zahlreichen weiteren Fällen ist ein Zusammenhang wahrscheinlich, aber (noch) nicht nachzuweisen.



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