#FreeThemAll: Dek’son Assani Kamango | Reporter ohne Grenzen für Informationsfreiheit
Demokratische Republik Kongo 20.02.2020

#FreeThemAll: Dek’son Assani Kamango

Flagge der Dem. Rep. Kongo
Flagge der Dem. Rep. Kongo © picture alliance

In der Demokratischen Republik Kongo ist der Journalist Dek’ son Assani Kamango festgenommen worden. Kamango, der für den Radiosender Radio Omega arbeitet und die Nachrichtenseite Actualités Maniema betreibt, wurde am 7.Februar in der Stadt Kindu verhaftet.

Laut Informationen der Organisation Journaliste en Danger (JED) hatte Kamango kurz vor seiner Verhaftung einen Artikel veröffentlicht, in dem der Gouverneur der kongolesischen Provinz Maniema kritisiert wird. Dieser erstattete daraufhin Anzeige gegen Kamango.

Arnaud Froger, der Chef des Afrika-Büros von Reporter ohne Grenzen, forderte die kongolesischen Behörden dazu auf, Kamango umgehend freizulassen. Zudem wies er auf die hohe Zahl von Übergriffen auf Journalisten in dem Land hin.

Das Presserecht in der Demokratischen Republik Kongo wurde seit dem Jahr 1996 nicht mehr reformiert, und nach wie vor können kongolesische Journalisten bis heute für die kleinsten Vergehen verhaftet werden. Für das Schreiben eines Artikels, der von einem Gericht für „verräterisch“ befunden wird, kann sogar die Todesstrafe verhängt werden.

In der Rubrik #FreeThemAll werden auch Fälle inhaftierter Medienschaffender vorgestellt, die nicht im ROG-Barometer der Pressefreiheit stehen. In das Barometer nimmt ROG nur Fälle auf, in denen die Organisation einen direkten Zusammenhang der Haft mit der journalistischen Tätigkeit belegen kann. In zahlreichen weiteren Fällen ist ein Zusammenhang wahrscheinlich, aber (noch) nicht nachzuweisen.



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