China / Hongkong 05.11.2019

#FreeThemAll: Huang Xueqin

Huang Xueqin
Huang Xueqin © RSF

Die Organisation Reporter ohne Grenzen hat die chinesischen Behörden aufgefordert, die Journalistin Huang Xueqin umgehend freizulassen. Die Reporterin, die auch unter dem Namen Sophia Huang bekannt ist, hatte über die anhaltenden Proteste in Hongkong berichtet, bevor sie am 17. Oktober dieses Jahres in der südchinesischen Stadt Guangzhou festgenommen wurde. Ihr wird zur Last gelegt, „Streit und Ärger provoziert zu haben“ – ein Vorwurf, mit dem in China viele regimekritische Journalisten verfolgt werden und der mit bis zu zehn Jahren Haft bestraft werden kann.

Huang ist eine wichtige Stimme der MeToo-Bewegung in China und hatte auf sozialen Medien über ihre eigene Erfahrung mit sexueller Belästigung am Arbeitsplatz berichtet. „Dass sie für diesen Mut nun bestraft wird, ist beschämend“, sagte Christian Mihr, Geschäftsführer der Organisation Reporter ohne Grenzen. Neben Huang sitzen in China derzeit mindestens 120 Medienschaffende in Haft, mehr als in jedem anderen Land.

Auf der Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen steht China auf Platz 177 von 180 Ländern.

In der Rubrik #FreeThemAll werden auch Fälle inhaftierter Medienschaffender vorgestellt, die nicht im ROG-Barometer der Pressefreiheit stehen. In das Barometer nimmt ROG nur Fälle auf, in denen die Organisation einen direkten Zusammenhang der Haft mit der journalistischen Tätigkeit belegen kann. In zahlreichen weiteren Fällen ist ein Zusammenhang wahrscheinlich, aber (noch) nicht nachzuweisen.



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