Argentinien 10.10.2020

#FreeThemAll: Luis Alberto Mancini

Argentinische Flagge
© picture alliance / ZUMAPRESS.com / Roberto Almeida Aveledo

In Villa Río Bermejito in Argentinien ist der Journalist Luis Alberto Mancini angegriffen worden. Das Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) forderte die argentinischen Behörden nun auf, den Vorfall genauer zu untersuchen und die Hintergründe des Überfalls aufzuklären. Der Radiojournalist war am Morgen des 16. Septembers in den Aufnahmeräumen des Senders Radio FM Horizonte von zwei Männern attackiert worden, während er seine Radiosendung „Mano a Mano“ moderierte. In den Tagen zuvor hatte Mancini, der auch politisch aktiv ist und in der argentinischen Volkspartei Partido Justicialista engagiert ist, mehrfach über Korruptionsfälle in seinem Landkreis berichtet.

Erika Alfonso, eine Vertreterin der argentinischen Presseorganisation Foro de Periodismo Argentino (FOPEA), veröffentlichte auf Twitter einen Videomittschnitt des Vorfalls. In einem Telefonat mit dem CPJ gab Alfonso an, der Mitschnitt stamme von den Sicherheitskameras des Radiosenders. In dem Video ist zu erkennen, wie zwei Männer aus einem grauen Auto steigen, sich Zutritt zu dem Studio verschaffen und Mancini kurz darauf im Aufnahmeraum attackieren. Später fliehen die beiden Männer in demselben Auto. Mancini wurde mit inneren Verletzungen und einer Gehirnerschütterung in ein nahgelegenes Krankenhaus gebracht.



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