Bahrain 27.04.2020

#FreeThemAll: Mahmoud al-Jaziri

© picture alliance

Das Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) hat die Behörden in Bahrain dazu aufgefordert, weitere Vergeltungsmaßnahmen gegen den Journalisten Mahmoud al-Jaziri zu unterlassen. Er befindet sich seit Dezember 2015 in dem Golfstaat in Haft. Laut Informationen des Bahrain Institute for Rights and Democracy wurde al-Jaziri am 8. April in eine Einzelzelle verlegt, weil er kurz zuvor in einem auf YouTube veröffentlichten Audioclip scharfe Kritik an der bahrainischen Regierung geübt hatte. Darin widerspricht der Journalist vor allem der Behauptung, dass die Regierung alles tue, um Gefängnisinsassen vor Ansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2 zu schützen. Dies war kurz zuvor in einem vom bahrainischen Innenministerium veröffentlichen Video beteuert worden.

Laut al-Jaziri ist das Video, in dem unter anderem auch Maßnahmen aus dem Jaw-Gefängnis gezeigt werden, in dem der Journalist selbst inhaftiert ist, gestellt. Szenen von angeblichen Videoanrufen zwischen Häftlingen und Angehörigen seien „Schauspielerei“, so al-Jaziri. Tatsächlich gebe es keinerlei derartige Vorkehrungen. Zudem habe es bisher auch keinerlei Maßnahmen gegeben, um die medizinischen und hygienischen Bedingungen in den bahrainischen Gefängnissen zu verbessern.



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