Iran 08.09.2020

#FreeThemAll: Mohammad Mosaed

Zwei Personen gehen an einem Gebäude vorbei, auf dessen Mauer die iranische Flagge gemalt wurde
© picture alliance/ZUMA Press

Im Iran ist der Wirtschaftsjournalist Mohammad Mosaed wegen „Verschwörung gegen den Staat“ und „Verbreitung von staatschädigender Propaganda“ zu vier Jahren und neun Monaten Haft verurteilt wurden. Zudem soll Mosaed mit einem an die Gefängnisstrafe anschließenden zweijährigen Jobverbot belegt worden sein. Dies geht aus einem Tweet des Journalisten und aus übereinstimmenden Medienberichten hervor.

Mosaed, der im November den International Press Freedom Award vom Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) erhalten soll, war in der jüngeren Vergangenheit immer wieder in das Visier der iranischen Behörden geraten. Am 22. November 2019 nahmen ihn Sicherheitskräfte in seiner Wohnung in Teheran fest. Damals wurde ihm zur Last gelegt, die staatlich verhängte Internetsperre im Land umgangen zu haben. Diese war von der Regierung als Reaktion auf landesweite Proteste gegen höhere Benzinpreise verhängt worden. Vier Monate später, Ende Februar 2020, wurde Mosaed erneut für 16 Tage verhaftet, nachdem er sich auf sozialen Medien kritisch über die iranische Regierung geäußert hatte.



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