Indien 10.02.2021

#FreeThemAll: Neha Dixit

Die Nationalflagge Indiens (erst ein oranger, dann ein weißer und zuletzt ein dunkegrüner Querbalken; auf dem weißes Balken ist noch ein kreisförmiges Symbol zu sehen) weht hinter Bäumen auf einem hohen Turm
Nationalflagge Indiens © picture alliance / NurPhoto / Nasir Kachroo

In Indien sieht sich die Journalistin Neha Dixit wegen ihrer Berichterstattung seit Monaten mit anonymen Drohungen konfrontiert. Nach einem Einbruchsversuch in ihrer Wohnung am 15. Januar teilte Dixit via Twitter mit, dass sie bereits seit fast einem halben Jahr regelmäßig anonyme Drohanrufe erhalte und ständig verfolgt werde. In einem Telefonat mit der Organisation Reporter ohne Grenzen berichtete die Journalistin zuletzt, einer der Anrufer habe ihr damit gedroht, ihr Gesicht mit Säure zu verätzen. Ein anderer sagte laut Dixit: „Ich werde dich vergewaltigen und deinen nackten Körper auf die Straße werfen.“ Das Ziel der Anrufer sei klar: „Die Strategie ist es, mich so lange zu schikanieren bis es meine Arbeit in Mitleidenschaft zieht.“

Auch Dixits Lebensgefährte Nakil Singh Sawney, ein Dokumentarfilmer, wird seit geraumer Zeit gezielt bedroht. Seit der Veröffentlichung eines Dokumentarfilms über die religiösen Unruhen in der nordindischen Stadt Muzaffarnagar im Jahr 2013 organisieren Mitglieder des studentischen Flügels der hindu-nationalistischen Miliz Rashtriya Swayamsevak Sangh (RSS), die der indischen Regierung um Narandra Modi nahesteht, eine anhaltende Hetzkampagne gegen ihn.



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