Syrien 07.09.2021

#FreeThemAll: Razan Zaitouneh

Die syrische Journalistin Razan Zaitouneh in einem Auto, Aufnahmedatum unbekannt.
Die syrische Journalistin Razan Zaitouneh in einem Auto, Aufnahmedatum unbekannt. © picture alliance/AP/Photo Uncredited

 

 

Die Organisation Reporter ohne Grenzen hat in einer Stellungnahme zum Tag der Verschwundenen am 30. August an Medienschaffende erinnert, die bereits seit Jahren und mitunter auch Jahrzehnten spurlos verschwunden sind. Besonders viele Journalisten verschwanden laut RSF insbesondere Mitte bis Ende der 1970er-Jahre in den Militärdiktaturen Lateinamerikas. In Argentinien waren es mehr als 80, in Brasilien mindestens acht und in Chile mindestens neun. Auch in Guatemala verschwanden in den 1970er- und 1980er-Jahren mindestens 25 Medienschaffende.

In der jüngeren Vergangenheit wurden derweil besonders viele Journalistinnen und Journalisten in Mexiko und in Syrien entführt. Seit dem Beginn des Syrienkriegs im Jahr 2011 sind dort laut RSF hunderte Medienschaffende verschwunden, unter anderem auch Razan Zaitouneh. Die Journalistin und Menschenrechtsanwältin wurde am 9. Dezember 2013 gekidnappt, allem Anschein nach von der islamistischen Miliz Dschaisch al-Islam. Ihr Verschwinden konnte jedoch bis heute nicht restlos geklärt werden. Ähnliches gilt auch für den freien US-Reporter Austin Tice, der im August 2012 an einem Kontrollpunkt nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus entführt wurde



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