Indien 06.10.2020

#FreeThemAll: Sunil Kumar Sain

Polizeikräfte mit Corona-Schutzmasken
© picture alliance / NurPhoto / Debajyoti Chakraborty

Im indischen Bundesstaat Punjab müssen sich der Journalist Sunil Kumar Sain und der Kameramann Hargurbinder Raju wegen „Erpressung“, „Einschüchterung“, „Verschwörung“ und einer ganzen Reihe weiterer Anschuldigungen vor Gericht verantworten. Sain, der für den Fernsehsender Khush Dil News arbeitet, war bereits am 26. Juni verhaftet und daraufhin laut eigener Aussage mehrere Tage in Polizeigewahrsam gefoltert worden. „Ich wurde zwei Tage lang an den Füßen aufgehängt und alle zwei Stunden schütteten sie heißes Wasser über mich. Ich bekam nichts zu essen oder zu trinken“, sagte Sain nach seiner vorübergehenden Freilassung Ende Juli.

Anlass für die Verhaftung des Journalisten und die spätere Anklage gegen ihn und seinen Kollegen Raju soll ein abfälliger Kommentar sein, den Sain gegenüber einem Richter tätigte. Seit der Eröffnung des Verfahrens verhindern die Behörden im Punjab laut Informationen von Reporter ohne Grenzen, dass Raju und Sain von einem Anwalt vertreten werden. Sollten die beiden in allen Anklagepunkten für schuldig befunden werden, dann droht ihnen zusammen eine Haftstrafe von bis zu 22 Jahren.



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