China 14.09.2019

#FreeThemAll: Yang Hengjun

Yang Hengjun
Yang Hengjun © picture alliance/Zhan Min/Imaginechina/dpa

Huang Qi, Zhang Jialong, Dai Zigeng – die Liste von Journalisten, die in China in Haft sitzen, ist lang. Dass die Regierung in Peking bei der Verfolgung von Regimekritikern auch nicht mehr davor zurückschreckt, Medienschaffende aus dem Ausland ins Visier zu nehmen, zeigt der Fall von Yang Hengjun.

Yang, der in China geboren wurde, aber die australische Staatsbürgerschaft besitzt, war am 18. Januar dieses Jahres während eines privaten Aufenthalts in Guangzhou festgenommen worden. Ende August wurde wegen „Spionage“ Anklage gegen ihn erhoben – ein Vergehen, das in China mit der Todesstrafe geahndet werden kann. Für Cédric Alviani, Leiter des Ostasienbüros von Reporter ohne Grenzen, ist die Anklage gegen Yang ein weiterer Beleg dafür, dass sich die chinesische Bilanz in Sachen Pressefreiheit weiter verschlechtert. Gegenwärtig sitzen in China 113 Journalisten im Gefängnis. Auf der Rangliste der Pressefreiheit liegt China auf Platz 177 von 180 Ländern.

In der Rubrik #FreeThemAll werden auch Fälle inhaftierter Medienschaffender vorgestellt, die nicht im ROG-Barometer der Pressefreiheit stehen. In das Barometer nimmt ROG nur Fälle auf, in denen die Organisation einen direkten Zusammenhang der Haft mit der journalistischen Tätigkeit belegen kann. In zahlreichen weiteren Fällen ist ein Zusammenhang wahrscheinlich, aber (noch) nicht nachzuweisen.



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