China 17.09.2020

#FreeThemAll: Yang Hengjun

Yang Hengjun
Yang Hengjun © picture alliance / Zhan Min / dpa

Der Journalist Yang Hengjun, der sich seit mittlerweile rund 19 Monaten in China in Haft befindet, hat sich laut australischen Medien gegen die Behauptung gewehrt, er habe seine Schuld eingestanden. Stattdessen zitiert BBC Australia Yang mit den Worten: „Ich werde niemals ein Geständnis für etwas ablegen, das ich nicht getan habe“. In den vergangenen Wochen hatten chinesische Medien gegenteilige Informationen verbreitet.

Yang, der in China geboren wurde, aber die australische Staatsbürgerschaft besitzt, war am 18. Januar 2019 während eines privaten Aufenthalts in der Stadt Guangzhou festgenommen worden. Ein halbes Jahr später wurde wegen „Spionage“ Anklage gegen ihn erhoben – ein Vergehen, das in China mit der Todesstrafe geahndet werden kann. Die australische Regierung forderte Peking in der Folge mehrfach dazu auf, den Journalisten freizulassen und beschwerte sich öffentlich über dessen Behandlung. Informationen des australischen Außenministeriums zufolge wird Yang unter „inakzeptablen Bedingungen“ festgehalten. So soll er täglich verhört und dabei zum Teil auch gefesselt werden. Zudem untersagen ihm die chinesischen Behörden angeblich einen regelmäßigen Kontakt zu seinen Angehörigen und Anwälten.



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