Pressegespräch am 1. April um 11.00 Uhr in Berlin ICS

Gewalt gegen Medienschaffende in Mexiko

Basta de Agresiones contra Periodistas
Demonstration in Mexiko gegen Gewalt gegen Journalisten © Picture Alliance/AP Photo/Felix Marquez

Reporter ohne Grenzen lädt ein zum

Pressegespräch

am Montag, den 1. April 2019
von 11 bis 12.30 Uhr
in der Potsdamer Str. 144, 10783 Berlin

Mexiko ist für Journalistinnen und Journalisten eins der gefährlichsten Länder der Welt, besonders seit dem 2006 ausgerufenen Kampf der Regierung gegen die Drogenkartelle. Von 2006 bis 2018 wurden 116 Medienschaffende ermordet oder verschleppt. ROG geht davon aus, dass sie damit an ihrer Arbeit gehindert und andere von kritischer Berichterstattung abgehalten werden sollten. Viele Medien meiden deshalb Themen wie Drogenhandel, Korruption und die Verbindungen von Politik und organisierter Kriminalität.

Journalistinnen sind in besonderer Weise Angriffen ausgesetzt. Die weit verbreitete Gewalt gegen Frauen im Land spiegelt sich unter anderem in Bedrohungen gegenüber kritischen Journalistinnen wider, die bis in das Privatleben hineinreichen.

Neun von zehn Gewalttaten an Journalistinnen und Journalisten in Mexiko werden nie aufgeklärt. Und falls doch, so gibt es häufig Zweifel daran, dass die wahren Drahtzieher zur Rechenschaft gezogen werden. ROG hat deshalb Mitte März einen Antrag beim Internationalen Strafgerichtshof (ICC) eingereicht, damit dieser die Morde an Journalistinnen und Journalisten in Mexiko ahndet.

Wie können Journalistinnen und Journalisten in Mexiko wirksam geschützt werden? Wie könnte internationale Unterstützung, speziell aus Deutschland aussehen? Und können Medienschaffende trotz der allgegenwärtigen Bedrohung Wege finden, unabhängig zu berichten?

Über diese und andere Themen diskutieren:
Balbina Flores
, Korrespondentin Reporter ohne Grenzen, Mexiko
Lucía Lagunes
, Direktorin feministische Presseagentur CIMAC, Mexiko

Moderation: Juliane Matthey, Reporter ohne Grenzen

Die Veranstaltung findet in deutscher und spanischer Sprache mit Konsekutivübersetzung statt.

Balbina Flores Martínez ist seit 2001 Repräsentantin von Reporter ohne Grenzen in Mexiko. Seitdem dokumentiert sie Angriffe auf Medienschaffende im Land und betreibt Advocacy-Arbeit für Presse- und Meinungsfreiheit in Mexiko. Die Journalistin schreibt für unabhängige mexikanische Medien und wurde selbst bereits wegen ihrer Arbeit bedroht.

Lucía Lagunes Huerta ist seit 2005 Direktorin der feministischen Presseagentur CIMAC. Die Journalistin und Soziologin ist unter anderem auf Genderfragen und Menschenrechte spezialisiert. Sie ist Mitbegründerin des Red Nacional de Periodistas (Nationales Journalistennetzwerk), das sich für eine stärkere Präsenz von Frauen- und Menschenrechten in den mexikanischen Medien einsetzt.

Wir bitten um Anmeldung unter event@reporter-ohne-grenzen.de.

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