10.12.2007

Internationaler Tag der Menschenrechte: ROG demonstriert in Hongkong

Am heutigen Internationalen Tag der Menschenrechte hat Reporter ohne Grenzen (ROG) vor der chinesischen Vertretung in Hongkong eine riesige Flagge entrollt, die die olympischen Ringe als Handschellen zeigt. „Wenige Monate vor Beginn der Olympischen Spiele in Peking missachtet die chinesische Regierung weiterhin grundlegende Menschenrechte wie das Recht auf freie Meinungsäußerung“, so ROG. „Wir fordern, dass China sein Versprechen, die Lage der Menschenrechte im Vorfeld der Spiele zu verbessern, einhält. Die rund 100 inhaftierten Journalisten und Internetdissidenten müssen entlassen, Zensur beendet und freier Informationszugang gewährleistet werden.“

 

Reporter ohne Grenzen sind keine Visa für das chinesische Festland ausgestellt worden, daher fand die Aktion in Hongkong statt. ROG wertet die Einreiseverweigerung als weiteres Zeichen, dass die chinesische Regierung nicht bereit ist, kritische Stimmen zuzulassen. „Peking hat ausländischen Journalisten freie Berichterstattung rund um die olympischen Spiele zugesagt. Doch auch dieses Versprechen wird bislang nicht in vollem Umfang eingehalten.“

 

ROG hat auch mehrfach an das Internationale Olympische Komitee appelliert, China an seine Zusagen zu erinnern und die Achtung der Menschenrechte einzufordern. Die derzeitige Situation sei nicht mit dem olympischen Geist vereinbar.

 

Weitere Informationen zur ROG-Kampagne „Peking 2008“.

 

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