Bulgarien / Polen / Ungarn am 10. Juni 2017 in Hamburg ICS

Journalismus in Polen, Ungarn und Bulgarien

Im Rahmen der NR-Konferenz 2017 in Hamburg organisieren n-ost und Reporter ohne Grenzen gemeinsam eine Diskussionsrunde zum Thema Pressefreiheit in den osteuropäischen Staaten Polen, Ungarn und Bulgarien.

am Samstag, 10. Juni 2017
um 11.45 Uhr
nr-Jahreskonferenz in Hamburg,
NDR Hamburg

Mit dem EU-Beitritt  Polens und Ungarns (2004) sowie Bulgariens (2007) war die Hoffnung auf mehr Pressefreiheit in diesen Ländern verbunden. Doch der aktuelle Blick ist ernüchternd: In Bulgarien besitzen wenige Unternehmer einen Großteil der Medien. Sie instrumentalisieren sie für politische Zwecke und pflegen enge Verbindungen mit den Machthabern. Auch in Polen und Ungarn mischen sich Medienbesitzer mit TV-Kanälen und Zeitungen in die Politik ein, um ihre eigenen (Geschäfts-)Interessen durchzusetzen. Vor allem aber verschärfen die rechtskonservativen Regierungen in Polen und Ungarn mit neuen Gesetzen die Kontrolle öffentlich-rechtlicher Medien, greifen ungeniert in die Redaktionsarbeit ein und setzen durch die Vergaben staatlicher Anzeigen auch private Medien unter Druck.

Welchen Stellenwert hat die Pressefreiheit in Polen, Ungarn und Bulgarien? Warum hatte der EU-Beitritt hier kaum einen positiven Effekt? Und welche Lehren sollte die EU daraus für die Zukunft ziehen?

Moderation:

Gemma Pörzgen
Freie Journalistin

Referenten:

Kristina Baxanova
Moderatorin bTV

Márton Gergely
Redakteur, hvg 

Alexander Graf Lambsdorff
Vizepräsident, Europäisches Parlament

Alexandra Rybinska
Freie Journalistin, wSieci/wPolityce



nach oben