Podiumsdiskussion am 4.10.2018 in Berlin ICS

Journalismus ist kein Verbrechen – zur Lage der Pressefreiheit in Europa und der Welt

Warum werden insbesondere in Ländern wie der Türkei immer wieder (auch deutsche) Journalist*innen verhaftet und wieso scheint die Bundesregierung dabei so machtlos? Wie bewertet „Reporter ohne Grenzen“ die Lage der Pressefreiheit in den europäischen Staaten? Welche Tendenzen sind zu erkennen, wo sollte gegengesteuert werden? Wie können sich junge Menschen im Kampf um Meinungsfreiheit beteiligen?

Am 4.10.2018
um 18:00 Uhr
im Konferenzraum der Schwarzkopf-Stiftung
in der Sophienstr. 28-29, Berlin

„Demokratien leben von öffentlicher Debatte und Kritik. Wer gegen unbequeme Journalistinnen und Journalisten polemisiert oder gar hetzt und die Glaubwürdigkeit der Medien pauschal in Zweifel zieht, zerstört bewusst die Grundlagen einer demokratischen Gesellschaft“, so die langjährige Korrespondentin des Stern in Moskau und Washington und ROG-Vorstandssprecherin Katja Gloger. Medienfeindliche Hetze als staatliches Programm beschränkt sich längst nicht mehr auf repressive Regime wie in der Türkei oder Ägypten, in denen Regierungen kritische Journalisten als "Verräter" und "Terroristen" diffamieren und verfolgen. Auch immer mehr demokratisch gewählte Regierungen stellen die Medienfreiheit und damit eine der Grundfesten jeder pluralistischen Gesellschaft in Frage und diskreditieren kritische Medien unverhohlen als Feinde, wie auch US-Präsident Trump mit dem von ihm geprägten Bild der "Fake News Media". Aber auch in europäischen Ländern nimmt die Feindseligkeit gegenüber Pressevertretern zu.

Die Veranstaltung wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ vom Bundesfamilienministerium gefördert.



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