Irak 24.06.2005

Journalist und sein Sohn nördlich von Bagdad getötet

Reporter ohne Grenzen ist entsetzt über den Mord an Jassim Al Qais, Redakteur der Tageszeitung Al Siyada. Er wurde zusammen mit seinem Sohn am 22. Juni auf offener Straße zehn Kilometer nördlich von Bagdad erschossen. Diese hinterhältige Tat zeigt erneut, dass der Irak derzeit das weltweit gefährlichste Land für Journalisten ist. 59 Medienvertreter sind dort seit Kriegsbeginn im März 2003 ums Leben gekommen.

Die Tatsache, dass Bewaffnete einen Journalisten am hellichten Tag erschießen können, zeigt, wie schlecht es um die Sicherheit im Irak bestellt ist. Offensichtlich wird mit allen Mitteln versucht, Nachrichten und Informationen zu verhindern.

Reporter ohne Grenzen weist erneut darauf hin, dass Journalisten als Zivilpersonen und neutrale Beobachter gelten, deren Arbeit und Leben geschützt werden müssen, egal welcher Nationalität sie angehören und für welches Medium sie arbeiten.

Nach Informationen des Bagdad-Korrespondenten von Reporter ohne Grenzen saß Jassim Al Qais am Steuer seines Wagens als Unbekannte das Feuer eröffneten. Der Journalist und sein Sohn starben am Ort des Überfalls. Über die Hintergründe liegen noch keine näheren Informationen vor.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Katrin Evers
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Fon 030/615 85 85
presse(at)reporter-ohne-grenzen.de

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