Journalistin bei Unruhen in Nordirland getötet | Reporter ohne Grenzen für Informationsfreiheit
Großbritannien 19.04.2019

Journalistin bei Unruhen in Nordirland getötet

Gedenkveranstaltung für Lyra McKee in Belfast © picture alliance / empics

Update 23.04.2019: Die paramilitärische Gruppe „Neue IRA“ hat sich inzwischen zu der Tat bekannt und die Angehörigen von Lyra McKee um Entschuldigung gebeten. Die Reporterin sei „tragischerweise getötet“ worden, als sie an der Seite „feindlicher Kräfte“ gestanden habe. McKee hatte sich in der Nähe von Polizeifahrzeugen aufgehalten, als eine Kugel sie in den Kopf traf.

Reporter ohne Grenzen (ROG) ist bestürzt über den Tod der Journalistin Lyra McKee, die am Donnerstagabend (18. April) im nordirischen Derry/Londonderry erschossen wurde. Die 29-Jährige wurde verletzt, als bei Ausschreitungen im Wohngebiet Creggan Brandsätze geschleudert und Schüsse abgefeuert wurden, und starb kurze Zeit später an ihren Kopfverletzungen. Die Polizei wertete ihren Tod als „terroristischen Vorfall“ und leitete Mordermittlungen ein.

„Wir sind erschüttert und fordern rasche Aufklärung und konsequente Strafverfolgung“, sagte ROG-Geschäftsführer Christian Mihr. „Der Fall zeigt, wie gefährlich die Arbeit für Journalistinnen und Journalisten auch in vermeintlich sicheren Ländern geworden ist.“

Auf der Rangliste der Pressefreiheit 2019 liegt Großbritannien auf Platz 33 von 180 Ländern und hat sich gegenüber dem Vorjahr um sieben Plätze verbessert.



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