Türkei 22.05.2016

Klares Zeichen für Pressefreiheit setzen

© picture alliance / dpa

Reporter ohne Grenzen fordert Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, bei ihrem Türkei-Besuch am Montag (23.5.) ein Zeichen für die Pressefreiheit zu setzen und sich mit verfolgten Journalisten zu treffen. "Die Bundeskanzlerin hat in jüngster Zeit mehrfach betont, wie zentral der Wert der Pressefreiheit für die Demokratie ist", sagte ROG-Geschäftsführer Christian Mihr. "Unterdessen sitzen in der Türkei Journalisten wegen ihrer Arbeit im Gefängnis. Viele weitere sind nur deshalb auf freiem Fuß, weil sie gegen ihre Verurteilungen Berufung eingelegt haben – so wie zuletzt Cumhuriyet-Chefredakteur Can Dündar und sein Hauptstadtbüroleiter Erdem Gül."

Mihr forderte Merkel deshalb auf: "Wenn es der Kanzlerin ernst ist mit ihren Bekenntnissen, sollte sie in der Türkei ein klares Zeichen setzen und solche mutigen Streiter für die Pressefreiheit treffen."

Auf der jährlichen Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen hat sich die Türkei zuletzt auf Platz 151 von 180 Staaten verschlechtert.



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