Fachtagung vom 26. bis 28.September 2014 in Tutzing

Krieg in den Medien - Medien im Krieg

Die Akademie für Politische Bildung Tutzing veranstaltet in Kooperation mit dem Münchner Arbeitskreis Öffentlicher Rundfunk eine Fachtagung zum Thema "Krieg in den Medien - Medien im Krieg":  

vom 26. bis 28. September in der

Akademie für politische Bildung Tutzing
Buchensee 1
82327 Tutzing

Krieg ist alltäglich – Tag für Tag und Sendung für Sendung erreichen uns im Fernsehen, im Radio, im Internet und in der Zeitung Schreckensnachrichten und -bilder aus allen Winkeln der Erde. Doch von den meisten Kriegen erfahren wir nichts: Weil die Konflikte für die Großmächte zu unbedeutend sind und weil keine Reporter und Kameraleute am Ort des Geschehens sind – oder nicht sein dürfen.

Das Internet und die digitalen Medien haben auch den Journalismus aus Kriegs- und Krisengebieten verändert. Mit kleinen mobilen Geräten können Berichte, Filme und Fotos in Echtzeit rund um den Globus verschickt werden. Soziale Netzwerke und Blogs haben die gewohnte Monopolstellung der Korrespondenten und Agenturen aufgeweicht. An ihre Seite sind viele professionelle und semi-professionelle Journalisten, Bürgerreporter und Amateure getreten. Für die Nachrichtenredaktionen bedeuten dieser Wandel und die immer stärker und schneller anwachsende Flut von Informationen eine enorme Herausforderung. Die rasant gestiegene Schlagzahl der Nachrichtenverbreitung erhöht aber gleichzeitig das Fehlerrisiko. Gerade bei der Kriegs- und Krisenberichterstattung stellen sich diese Fragen. Denn häufig gibt es nur subjektive Berichte und Bilder von Beteiligten, Tätern, Opfern oder Augenzeugen.

Wie reagieren die Medien auf dieses tägliche Dilemma zwischen Schnelligkeit, Qualität, Authentizität und Glaubwürdigkeit? Nachrichtenprofis, Wissenschaftler und Studierende diskutieren über die neuen Chancen und Herausforderungen für Journalisten im Angesicht der gefährlichen und schwierigen Arbeit von Medienschaffenden in Kriegs- und Krisengebieten. 

Im Rahmen der Tagung stellt Christian Mihr, Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen die Arbeit der internationalen Nichtregierungsorganisation und ihren weltweiten Einsatz für die Presse- und Informationsfreiheit vor. 



nach oben