Vortrag und Diskussion am 10. März 2015 in Minden

Krisenjournalismus und Pressefreiheit

Die Gesellschaft für Sicherheitspolitik e. V. lädt ein zu Vortrag und Diskussion mit ROG-Vorstandsmitglied Gemma Pörzgen zum Thema "Krisenjournalismus und Pressefreiheit"

am Dienstag, 10. März 2015,
um 19 Uhr
in Minden
(Holiday Inn Hotel, Lindenstraße 52).

„... Drei feindliche Zeitungen sind mehr zu fürchten als tausend Bajonette ...“ Napoleon Bonaparte wusste, wovon er sprach, als er die Berichterstattung über seine Feldzüge kritisierte. Die Pressefreiheit – wird ihr denn Respekt und Raum gegeben – ist Grundlage friedlicher, nach demokratischen Spielregeln ablaufender Meinungsbildungsprozesse und damit Einstieg für Konfliktlösungen. Unabhängige und vergleichsweise objektive Informationen sind dafür unerlässlich.

Die Wirklichkeit sieht anders aus: Weltweit werden Journalisten immer mehr zu Opfern in internationalen und innerstaatlichen Konflikten. Der völkerrechtlich garantierte Schutz von Berichterstattern wird von vielen Konfliktparteien nicht mehr respektiert. Im Jahr 2014 wurden 63 Journalisten getötet, 177 in Haft genommen. Der Schwerpunkt der Übergriffe liegt derzeit im Nahen Osten, insbesondere die salafistische Terrormiliz Islamischer Staat (IS) nutzt die öffentliche Hinrichtung von Journalisten als Propaganda für ihre menschenverachtende Ideologie. Man setzt Kopfprämien für Journalisten bis zu eine Millon Dollar aus.

Was veranlasst Journalisten, häufig unter Lebensgefahr, dennoch in Krisengebiete zu reisen und zu berichten? Für wen arbeiten sie? Werden sie auch „benutzt“ zur Darstellung eigener Absichten?

ROG-Vorstandsmitglied und Osteuropa-Expertin Gemma Pörzgen hält einen Vortrag und diskutiert anschließend über Pressefreiheit und Berichterstattung in Krisengebieten.

Anmeldungen für die Veranstaltung bitte per E-Mail

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