China 01.02.2008

Menschenrechtler Hu Jia wegen „Anstiftung zum Umsturz“ angeklagt

Reporter ohne Grenzen ist über die Anklage gegen Hu Jia empört. Einen Monat nach seiner Festnahme in Peking und zwei Tage vor Ablauf der Untersuchungshaft wirft man ihm „Aufwiegelung gegen die Staatsgewalt“ vor.

„Sind die chinesischen Behörden in Peking denn tatsächlich so taub, dass sie all die Gnadengesuche für Hu Jia aus China und der ganzen Welt überhörten?
Diese Anklage ist eine Beleidigung der diplomatischen Bemühungen vieler Länder, die sich nach seiner Festnahme für ihn einsetzten,“ sagte Reporter ohne Grenzen.

Gestern hatte seine Familie in einem Schreiben der Staatsanwaltschaft erfahren, dass Hu Jia, der unter einer Lebererkrankung leidet, vor ein Gericht gestellt würde. Dem prominenten Menschenrechtler droht nun eine harte Gefängnisstrafe.

Noch immer wird Hu an einem geheimen Ort in Peking festgehalten. Seine Anwälte erhielten bisher nicht die Erlaubnis ihn zu besuchen und werden von der Polizei rund um die Uhr beschattet.
Seine Frau, Zeng Jinyan, und ihre kleine Tochter stehen unter Hausarrest.



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Katrin Evers
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