Deutschland 14.10.2002

Reporter ohne Grenzen erhält Dr.-Erich-Salomon-Preis und zeigt Ausstellung "überLeben im Alltag" auf der photokina in Köln

Die internationale Menschenrechtsorganisation zur Verteidigung der
Pressefreiheit lädt ganz herzlich Journalistinnen, Journalisten und alle,
die sich für Fotografie und die Arbeit von Reporter ohne Grenzen
interessieren, zum Besuch der Ausstellung und zur Preisverleihung ein.

Ausstellung "überLeben im Alltag"
vom 25. bis 30.September 2002, täglich von 10 bis 18 Uhr, Auenplatz

"überLeben im Alltag" - unter diesem Thema stehen die Bildserien
der zehn international renommierten und mit vielen Preisen ausgezeichneten
Fotografinnen. Sie erzählen - jede auf ihre eigene differenzierte Art und
Weise - über Leben und überleben als Kind in Belfast, in zerstörten
kurdischen Dörfern, im Gefängnis, auf einer Müllkippe in Rumänien, im Krieg
in Afghanistan, auf dem Strich in Thailand, im Alltag einer Großstadt, bei
der Abschiebung aus Südafrika. Aber sie erzählen auch vom oft absurden
Alltag im reicheren Teil der Welt.

Die Ausstellung zeigt eine Auswahl der Aufnahmen aus dem gleichnamigen
aktuellen Fotoband von Reporter ohne Grenzen.

Die Fotografinnen:

Nan Goldin, Susan Meiselas, Cathy Loughran, Jodi Bieber, Jordis Antonia
Schlösser, Ursula Meissner, Karin Apollonia Müller, Lara Jo Regan, Xiao Hui
Wang, Jane Evelyn Atwood.

Verleihung des Dr.-Erich-Salomon-Preises an Reporter ohne Grenzen am 29.
September um 18 Uhr auf dem Auenplatz

Reporters sans frontières / Reporter ohne Grenzen erhält den
Dr.-Erich-Salomon-Preis, eine der höchsten Auszeichnungen der Deutschen
Gesellschaft für Photographie (DGPh).

"Damit ehren wir eine Organisation, die sich seit vielen Jahren
unermüdlich für die Meinungs- und Pressefreiheit weltweit engagiert. In den
jährlich erscheinenden Bildbänden setzt sie in vorbildlicher Weise die
Photographie als Mittel ein, um öffentlichkeit für dieses grundlegende
Recht zu schaffen", begründet die DGPh die Preisvergabe.

Robert Ménard, Generalsekretär und Gründer von Reporters sans
frontières, nimmt den Preis entgegen. Die Laudatio hält Hansjoachim
Nierentz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Photographie.

Wir informieren Sie gern über unsere internationale
Menschenrechtsorganisation zur Verteidigung der Presse- und
Meinungsfreiheit. Die Fotobände sind am Informationsstand oder bei der
Geschäftsstelle von Reporter ohne Grenzen erhältlich.

Ort: Messehallen in Köln-Deutz auf der photokina, Eingang Auenplatz,
übergang von Halle 1-3 zur Halle 5-6

Reporter ohne Grenzen setzt sich weltweit für bedrohte und inhaftierte
Journalistinnen und Journalisten ein, hilft unabhängigen Medien bei Zensur
und Verbot und informiert die öffentlichkeit über Verletzungen der
Pressefreiheit. Neun nationale Sektionen sind weltweit mit den wichtigsten
Medien vernetzt. Sind Journalisten bedroht, leistet die Organisation
unbürokratische Hilfe, um sie aus der Schusslinie zu holen.

Die Arbeit von Reporter ohne Grenzen ist notwendig: In den letzten Jahren
wurden mindestens 650 Journalistinnen und Journalisten wegen ihrer
Veröffentlichungen oder in Aus-übung ihres Berufes getötet. Ständig sind
auf der Welt mehr als 100 Journalistinnen und Journalisten wegen ihrer
Meinung im Gefängnis. Nach wie vor missachten über die Hälfte aller 191
Staaten mit Sitz bei der UNO Artikel 19 der Allgemeinen Erklärung der
Menschenrechte, der Meinungs- und Pressefreiheit garantiert.

Der Dr.-Erich-Salomon-Preis wird seit 1971 vergeben. Er steht für die
vorbildliche Anwendung der Fotografie in der Publizistik und dient zugleich
dem Andenken an den großen Fotografen der Weimarer Republik, Dr. Erich
Salomon, der den modernen Bildjournalismus entscheidend prägte. Er wurde
1944 in Auschwitz ermordet. Der Preis ist nicht dotiert. Zu den bisherigen
Preisträgern gehörten unter anderem der Stern, National
Geographic Magazin
, Sebastiao Salgado und Herlinde Koelbl.

Für weitere Informationen: Tel. (030) 615 85 85

deutsch: www.reporter-ohne-grenzen.de

französisch / englisch / spanisch: www.rsf.org

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