Deutschland 29.05.2008

ROG begrüßt Ermittlungen in Telekom-Affäre

Reporter ohne Grenzen begrüßt die Aufnahme von Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft Bonn in der Telekom-Spitzelaffäre. „Die Vorwürfe gegen die Telekom, sie habe Telefonverbindungsdaten von Journalisten ausspioniert, müssen lückenlos aufgeklärt werden“, so ROG. „Nur so können Journalisten und ihre Informanten künftig vertauensvoll miteinander arbeiten.“

Die Telekom soll in den vergangenen Jahren die telefonischen Verbindungsdaten zahlreicher Journalisten, die über das Unternehmen berichteten, registriert und ausgewertet haben. So sollten offensichtlich Informanten in den eigenen Reihen ausfindig gemacht werden. Auch die Verbindungsdaten von Führungskräften der Telekom wurden auf mögliche Journalistenkontakte hin ausgespäht. Die illegalen Aktionen fanden vermutlich in den Jahren 2005 und 2006 statt.    

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