Gambia 10.09.2009

ROG erleichtert über Freilassung von sechs Journalisten

Reporter ohne Grenzen (ROG) ist erleichtert über die Freilassung von sechs Journalisten am 3. September. Die Reporter, die allesamt der Journalistenvereinigung Gambia Press Union (GPU) angehören, wurden überraschend von Präsident Yahya Jammeh begnadigt.

"Das gute Ende darf nicht über das Leid hinwegtäuschen, das diese sechs Kollegen erleiden mussten. Trotz ihrer Unschuld mussten sie einen Monat in Haft verbringen und waren damit von ihren Familien getrennt. Insbesondere der Journalist Pap Saine, der ein Herzleiden hat, wurde durch die Haft gesundheitlichen Risiken ausgesetzt", mahnt ROG.

"Wir hoffen, dass die Begnadigung durch den gambianischen Präsidenten ein Zeichen dafür ist, dass die Repressionen gegen Medien in Zukunft nachlassen", so ROG weiter.

Das Oberste Gericht in der Hauptstadt Banjul hatte die sechs Journalisten am 6. August zu jeweils zwei Jahren Haft wegen angeblicher "Beleidigung der Regierung" und  "Aufwiegelung" verurteilt. Die Medienschaffenden hatten den Präsidenten zuvor im Namen der GPU aufgerufen, die Verantwortung der Regierung im Mordfall des Journalisten Deyda Hyadara  2004 anzuerkennen.

Die Meldung vom 13.08.09 über die Festnahme der sechs Journalisten, Emil Touray, Pa Modou Faal, Pap Saine, Ebrima Sawaneh und Sam Sarr, lesen Sie hier.

Weitere Informationen:
Anja Viohl
Tel.: 030 615 85 85


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