Syrien 16.09.2009

ROG kritisiert systematische Verstöße gegen die Meinungsfreiheit

Reporter ohne Grenzen (ROG) ist besorgt über die Lage der Pressefreiheit in Syrien. Viele Journalisten lehnen es aus Angst vor dem Geheimdienst ab, über die Bedingungen im Land zu sprechen. Die wenigen vorhandenen Quellen bestätigen, dass die Unterdrückung kritischer Stimmen systematische Züge angenommen hat.

 

"Die Repressionen gegen die Medien haben seit Beginn des Sommers stark zugenommen. Auf Anordnung des Geheimdienstes hat das syrische Informationsministerium eine ganze Reihe von Verhören und Verhaftungen von Menschenrechtsaktivisten, Anwälten und Journalisten durchgeführt", kritisiert ROG.

 

Zuletzt wurde der Blogger Karim Arbaji am 13. September zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Das Gericht warf ihm vor, falsche Informationen verbreitet zu haben, um die nationale Moral zu schwächen.

 

Am gleichen Tag wurde das Büro des Leiters des Zentrums für Medien und Meinungsfreiheit Mazen Darwich geschlossen. Beamte des Geheimdienstes und der Polizei konfiszierten seine Unterlagen.

Die ausführliche Pressemitteilung (Englisch) lesen Sie hier.

 

Weitere Informationen:
Anja Viohl
Tel.: 030 615 85 85





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