Ukraine 20.07.2016

Tödlicher Anschlag auf Journalist Scheremet

Pawel Scheremet im Jahr 2013 © dpa

Nach dem tödlichen Anschlag auf den Journalisten Pawel Scheremet heute in Kiew fordert Reporter ohne Grenzen die ukrainischen Behörden auf, alles an eine schnelle, umfassend und glaubwürdige Aufklärung zu setzen. „Dass Präsident Poroschenko den Anschlag klar verurteilt hat, ist erfreulich. Entscheidend ist, ob diesen Worten nun auch Taten folgen“, sagte ROG-Geschäftsführer Christian Mihr.

Zugleich erinnerte Mihr die Ermordung des Gründers der Nachrichtenwebseite Ukrainskaja Prawda, Georgij Gongadse, im Jahr 2000, deren Hintermänner bis heute ungeklärt sind: „Der Mord an Pawel Scheremet darf kein weiteres Beispiel für Straflosigkeit werden – das wäre Gift für die Pressefreiheit in der Ukraine.

Auf der jährlichen Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen steht die Ukraine auf Platz 107 von 180 Staaten. 



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