Türkei 21.12.2011

Türkei: ROG verurteilt Massenverhaftungen von Journalisten

Reporter ohne Grenzen (ROG) kritisiert die Festnahme von rund 40 Journalisten in der Türkei am 20. Dezember. Die Festnahmen ereigneten sich in den frühen Morgenstunden. Den Medienmitarbeitern wird Propagandatätigkeit für die Union Kurdischer Gemeinschaften (KCK) vorgeworfen. Die Union wird von der türkischen Justiz als Arm der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) angesehen. 

"Die Kurden-Frage wird nicht gelöst, indem Meinungen von Dissidenten und Kritikern unterdrückt werden. Die türkischen Behörden dürfen journalistische Aktivitäten, auch wenn es sich um politisch motivierten Journalismus handelt, nicht länger kriminalisieren", fordert ROG. 

Die meisten der festgenommenen Journalisten arbeiten für pro-kurdische Medien. Nach türkischer Gesetzgebung ist es Inhaftierten nicht erlaubt, innerhalb der ersten 24 Stunden nach ihrer Verhaftung mit einem Anwalt zu sprechen. Außerdem können Festgenommene bis zu vier Tagen in Polizeigewahrsam bleiben, bevor ihr Fall überhaupt einem Staatsanwalt vorgetragen wird.

Lesen Sie hier weitere Informationen zu den massenhaften Festnahmen von Journalisten in der Türkei in englischer Sprache Opens external link in new window

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