11.08.2008

Zwei Journalisten in ihrem Auto erschossen

Grigol Chikhladze, Chef von Alania TV, und Alexander Klimchuk, Chef der Nachrichtenagentur Caucasus Press Images sowie Korrespondent der Agenur Itar-Tas, sind am 10. August in der südossetischen Hauptstadt  Tskhinvali getötet worden. Die beiden waren zusammen mit zwei Kollegen, dem US-Amerikaner Winston Federly und dem georgischen Reporter Teimuraz Kikuradzeon, in einem Auto unterwegs. Als sie versuchten, eine Straßensperre zu umfahren, eröffneten ossetische Unabhängigkeitskämpfer das Feuer auf sie. Klimchuk und Chikhladze starben, Federly und Kikuradzeon wurden verletzt in ein Feldlazarett gebracht.

Reporter ohne Grenzen ist schockiert über den Mord an den Journalisten und mahnt die Kriegsparteien, die Arbeit von Journalisten zu respektieren und für deren Sicherheit zu sorgen. „Sie sind lediglich neutrale Beobachter des Konflikts und müssen auch als solche behandelt werden“, so ROG.

Kameraleute der Sender Rustavi2, Imedi TV und GPB Television kamen bereits am 8. August unter Beschuss, als sie Kämpfe in Ergnetti, einem Dorf in der Nähe von  Tskhinvali, filmten. Zwei weitere Journalisten -  Vyatcheslav Kochetkov und Igor Naydenov von dem Magazin Exper - werden vermisst.

Die offiziellen Internetseiten des georgischen Präsidenten sowie des Außenministeriums sind unterdessen nicht aufrufbar. Dies könnte an einer zu großen Zahl an Zugriffen liegen; die georgischen Behörden gehen jedoch davon aus, dass die Störungen auf russische Attacken zurückzuführen sind. Das georgische Außenministerium ist derzeit unter folgender Adresse zu ereichen: georgiamfa.blogspot.com

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