Weltkarte wird geladen...
Interaktive Weltkarte mit Pressefreiheits-Ranglisten nach Ländern.
Länder sind farbkodiert von grün (beste) bis rot (schlechteste) basierend auf Pressefreiheits-Scores.
Klicken Sie auf ein Land, um detaillierte Informationen anzuzeigen. Verwenden Sie die Pfeiltasten zur Navigation, Enter zur Auswahl.
Nordmazedonien
Europa - ZentralasienObwohl sich Medienschaffende in Nordmazedonien nicht in einem feindseligen Umfeld bewegen, schwindet angesichts von weit verbreiteter Desinformation und mangelnder Professionalität das Vertrauen der Gesellschaft in den Journalismus. Unabhängige Medien sind daher Drohungen und Angriffen ausgesetzt. Auch, weil Regierungsvertretende Journalist*innen oft mit Geringschätzung begegnen.
MEDIEN
Fernsehen bleibt die wichtigste Informationsquelle, doch auch Online-Medien spielen eine zentrale Rolle. Dabei ist zwischen professionellen Online-Redaktionen mit originären Inhalten und Portalen, die Inhalte nur plagiieren oder kopieren, zu unterscheiden. Zwischen Nutzung und Vertrauen klafft eine Lücke: Die meistgesehenen Sender – Alsat, Sitel, MTV1 und Kanal 5 – schneiden beim Vertrauensindex schwach ab.
POLITIK
Das allgemeine Umfeld ist nach wie vor günstig für die Pressefreiheit und lässt eine kritische Berichterstattung zu. Allerdings geben sich Institutionen und Behörden verschlossen. Aufgrund der starken politischen Polarisierung werden die Medien von Behörden, Politik und Wirtschaft gleichermaßen unter Druck gesetzt. Die beiden größten Parteien – die Regierungs- und die größte Oppositionspartei – haben parallele Mediensysteme geschaffen, auf die sie politischen und wirtschaftlichen Einfluss ausüben. Dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk fehlt es an redaktioneller und finanzieller Unabhängigkeit.
GESETZE
Die Verfassung garantiert Meinungsfreiheit und untersagt Zensur, doch die Angleichung der Mediengesetze an EU-Standards verläuft schleppend. Einschüchterungsklagen (SLAPPs) dienen als Druckmittel gegen unabhängige Medien. Ein neues Gesetz, das staatliche Werbung in Privatmedien erlaubt, weckt Befürchtungen über politischen Einfluss auf redaktionelle Inhalte.
WIRTSCHAFT
Obwohl Medienkonzentration zum Teil gesetzlich verboten sind, sind die Redaktionen einiger großer Fernsehsender dem wirtschaftlichen Druck ihrer Eigentümer*innen ausgesetzt. Staatliche Beihilfen sind begrenzt und undurchsichtig, und unabhängige Medien sind in hohem Maße von ihren Geldgebern abhängig. Projektbezogene Finanzhilfen aus dem Ausland tragen zum bloßen Überleben, nicht aber zur Weiterentwicklung bei. Zwischen Marketingagenturen und manchen Medien kommt es zu unerlaubten Einflussnahmen.
GESELLSCHAFT
Der Journalismus in Nordmazedonien bewegt sich in einem sozialen und kulturellen Umfeld frei von Zwängen. Dennoch begünstigen soziale Netzwerke und der digitale Raum im Allgemeinen die Verbreitung von Desinformationen und Bedrohungen im Internet. In Verbindung mit niedrigen professionellen Standards tragen sie dabei bei, das Vertrauen in die Medien zu untergraben, und ebnen den Weg für Angriffe auf Medienschaffende aufgrund von geschlechtsspezifischen, ethnischen oder religiösen Merkmalen.
SICHERHEIT
Mehrere Vorfälle – darunter Brandanschläge auf Privateigentum und polizeiliche Schikanen – haben das Sicherheitsgefühl von Journalist*innen geschwächt. Zwar wurde in der Hauptstadt eine Sonderstaatsanwaltschaft für Angriffe auf Medienschaffende eingerichtet, ähnliche Stellen im ganzen Land sind im Gespräch. Gleichzeitig stehen Journalist*innen, die über die Justiz berichten, selbst unter hohem Druck.
Ihre Ansprechpartnerin
Aktuelles
- Nordmazedonien
Gemeinsamer Aufruf für die Freilassung des mazedonischen Journalisten Tomislav Kezarovski
Reporter ohne Grenzen, CIVIL - Center for Freedom, n-ost – Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung und das Balkan Investigative Reporting Network verurteilen die anhaltende Inhaftierung des...

- International
ROG veröffentlicht aktuelle Rangliste der Pressefreiheit
Reporter ohne Grenzen veröffentlicht heute die aktuelle Rangliste der Pressefreiheit. Besonders in den arabischen Ländern wird nach den Umbrüchen und Protesten des Jahres 2011 erkennbar, ob...

Jahresbilanz: 88 Journalisten und 47 Blogger getötet
88 Journalisten sowie 47 Blogger und Bürgerjournalisten wurden 2012 bei ihrer Arbeit getötet – mehr als je zuvor, seit Reporter ohne Grenzen 1995 die erste Jahresbilanz veröffentlichte. Das geht aus...

- Rangliste der Pressefreiheit
Aufstände in den arabischen Ländern verändern Rangliste stark / Wachsende Gegensätze in Europa
Wie eng Demokratie und Medienfreiheit zusammenhängen, zeigt die Rangliste der Pressefreiheit, die Reporter ohne Grenzen (ROG) in diesem Jahr zum 10. Mal herausgibt. Die Liste spiegelt die...

- ROG-Bilanz 2011
66 Journalisten getötet / Zahl der Festnahmen und Übergriffe wieder gestiegen
Mindestens 66 Journalisten sind bereits in diesem Jahr während ihrer Arbeit oder wegen ihres Berufs getötet worden. Das sind neun Reporter mehr als im Vorjahr (2010: 57 Journalisten). Auch die Zahl...

- Nordmazedonien
ROG besorgt über Schließung von Medien
Reporter ohne Grenzen (ROG) beobachtet eine kontinuierliche Verschlechterung der Situation der Medienfreiheit in Mazedonien seit Beginn des Jahres. Nach Ansicht von ROG beeinträchtigt unter anderem...

- ROG-Bilanz 2010
57 Journalisten in 25 Ländern getötet / Zahl der entführten Medienmitarbeiter gestiegen
Mindestens 57 Journalisten und ein Medienassistent sind im Jahr 2010 während ihrer Arbeit oder wegen ihres Berufs getötet worden. Das sind 19 Medienmitarbeiter weniger als im Vorjahr (2009: 76...

- Rangliste der Pressefreiheit 2010
Europäische Staaten fallen weiter zurück / Wachsende Gegensätze innerhalb der EU / Keine Bewegung auf den hintersten Rängen
Die Lage der Medienfreiheit in Europa hat sich weiter verschlechtert. Dies zeigt die heute veröffentlichte Rangliste der Pressefreiheit 2010 von Reporter ohne Grenzen (ROG). Der bereits bei der...

- Rangliste der Pressefreiheit 2009
Rangliste der Pressefreiheit 2009: Vorreiterrolle der europäischen Staaten in Gefahr
Mit Sorge betrachtet Reporter ohne Grenzen (ROG) die sukzessive Verschlechterung der Situation von Medien und Journalisten in einigen europäischen Ländern. Anlässlich der Veröffentlichung der neuen...

- Rangliste der Pressefreiheit 2009
ROG-Bericht zur Pressefreiheit: Bulgarien ist Schlusslicht in der EU
Die Informationsvielfalt und der investigative Journalismus sind in Bulgarien ernsthaft bedroht. Dies ist das Ergebnis eines neuen Berichtes von Reporter ohne Grenzen (ROG) zur Lage der Pressefreiheit...

- Jahresbericht 2008
ROG-Jahresbericht: Kritik an mangelndem öffentlichen Einsatz für Pressefreiheit
Reporter ohne Grenzen (ROG) hat politischen Akteuren in aller Welt „Versagen und Doppelzüngigkeit“ bei der Verteidigung der Meinungsfreiheit vorgeworfen. „Das fehlende Rückgrat einiger westlicher...

- Rangliste der Pressefreiheit 2007
Rangliste der Pressefreiheit veröffentlicht
An Spitze und Schluss verändert sich wenig / Bewegungen im Mittelfeld. Reporter ohne Grenzen (ROG) veröffentlicht heute zum sechsten Mal die Rangliste der Pressefreiheit. Sie vergleicht die Lage der...

- Rangliste der Pressefreiheit 2006
Demokratien müssen sich stärker für Pressefreiheit einsetzen
„Die Lage der Pressefreiheit ist weltweit alarmierend“, so das Fazit von Reporter ohne Grenzen (ROG) zu dem heute erscheinenden Jahresbericht der Organisation. „Erschreckend viele Journalisten und...

- Rangliste der Pressefreiheit 2005
Nord-Korea ist Schlusslicht westliche Demokratien rutschen ab
Nordkorea ist auch in diesem Jahr Schlusslicht der heute veröffentlichten vierten Rangliste zur weltweiten Situation der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen (167. und letzter Rang). Es folgen...

Bilanz 2004: Tödlichstes Jahr für Journalisten seit einem Jahrzehnt
Berlin/Paris, 5. Januar 2005. Im vergangenen Jahr sind mindestens 53 Journalistinnen und Journalisten während oder wegen ihrer Arbeit ums Leben gekommen. Dies sind die höchsten Zahlen seit 1995;...
