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Ruanda

Ruandas Regierung bedrängt und schikaniert in- wie ausländische Journalisten, um eine unabhängige Berichterstattung zu verhindern. Medienmitarbeiter werden zu Verhören beim Geheimdienst einbestellt, festgenommen oder angegriffen. Manche werden zu Haftstrafen verurteilt, viele sind ins Ausland geflohen. Selbstzensur ist häufig. Gerichte können die Offenlegung journalistischer Quellen anordnen. Sogar Journalisten in Nachbarländern werden vom Geheimdienst bedroht und in den Staatsmedien verunglimpft. Zwei Morde an ruandischen Journalisten 2010 und 2011 wurden nicht überzeugend untersucht.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 159 von 180
Ruanda 12.06.2017

Merkel muss Pressefreiheit ansprechen

Reporter ohne Grenzenfordert Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, bei ihrem Treffen mit dem ruandischen Präsidenten Paul Kagame auf tiefgreifende Verbesserungen der Pressefreiheit zu dringen. In dem ostafrikanischen Land sind Zensur und Selbstzensur allgegenwärtig. Journalisten, die den Präsidenten kritisieren, drohen lange Haftstrafen.

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Rangliste der Pressefreiheit 26.04.2017

Medienfreiheit in Demokratien bedroht

Medienfeindliche Rhetorik, restriktive Gesetze und politische Einflussnahme in Demokratien haben zur Verschlechterung der Lage für Journalisten weltweit beigetragen. Das geht aus der Rangliste der Pressefreiheit 2017 hervor. In Ländern wie den USA, Polen oder Großbritannien tragen Spitzenpolitiker ihre Geringschätzung gegenüber Medien offen zur Schau.

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Welttag gegen Straflosigkeit 02.11.2016

Neue „Feinde der Pressefreiheit“ veröffentlicht

Zum UN-Welttag gegen Straflosigkeit für Verbrechen an Journalisten veröffentlicht Reporter ohne Grenzen eine neue Liste der „Feinde der Pressefreiheit“. Sie umfasst 35 Staats- und Regierungschefs, Extremisten- und Verbrecherorganisationen sowie Geheimdienste, die besonders rücksichtslos gegen unabhängigen Journalismus vorgehen.

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