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Sierra Leone

Sierra Leone hat eine beträchtliche Medienvielfalt. Viele Zeitungen sind unabhängig oder gehören Oppositionsparteien, wichtigste Informationsquelle ist das Radio. Die Medien üben freimütig Kritik an Regierung und Opposition. Allerdings werden immer wieder Journalisten wegen kritischer oder investigativer Berichte verhört, festgenommen und manche von ihnen vor Gericht gestellt. Auch Gewalt gegen Journalisten von Polizei, Soldaten oder Parteianhängern kommt vor. Auf Verleumdung stehen bis zu sieben Jahre Haft. 2013 wurde nach zehnjähriger Debatte ein Informationsfreiheitsgesetz verabschiedet.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 85 von 180
Rangliste der Pressefreiheit 202021.04.2020

Journalisten unter Druck von vielen Seiten

Immer dreister auftretende autoritäre Regime, repressive Gesetze gegen vermeintliche Falschmeldungen, populistische Stimmungsmache und die Erosion traditioneller Medien-Geschäftsmodelle stellen die Pressefreiheit weltweit in Frage. Das macht die Rangliste der Pressefreiheit 2020 von Reporter ohne Grenzen deutlich.

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Freetown Stadtansicht
Sierra Leone26.11.2019

#FreeThemAll: Sallieu Tejan Jalloh

Reporter ohne Grenzen hat die Behörden in Sierra Leone dazu aufgefordert, die Anklage gegen den Journalisten Sallieu Tejan Jalloh fallen zu lassen. Er hatte zu einem Korruptionsfall recherchiert, in den auch Regierungsmitarbeiter involviert sein sollen.

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Freetown Stadtandsicht
Sierra Leone15.11.2019

#FreeThemAll: Mahmud Tim Kargbo

In Sierra Leone ist der Journalist Mahmud Tim Kargbo wegen „Verleumdung und übler Nachrede“ angeklagt worden. Nachdem er den Berufungsrichter Miatta Samba kritisiert hatte, hatte dieser Anzeige gegen ihn erstattet.

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