Juan Gómez

Juan Gómez

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Juan Gómez

Juan Gómez ist ein 28-jähriger kolumbianischer Investigativjournalist und derzeitiger Stipendiat des Berliner Stipendienprogramms. In seiner Arbeit als Universitätsprofessor konzentriert er sich auf die Innovation digitaler Werkzeuge für die Demokratisierung des Journalismus, wie zum Beispiel Karten, Zeitleisten und Beziehungsdiagramme, die Datenbanken visualisieren und es Menschen ermöglichen, hilfreiche Informationen leicht zu finden und zu ergänzen. Als stellvertretender Redakteur des digitalen Medienunternehmens Rutas del Conflicto (Wege des Konflikts), das Juan vor acht Jahren mitgründete, hat er zum Aufbau von Instrumenten zur öffentlichen Konsultation und zu ausführlichen Berichten über den bewaffneten Konflikt in Kolumbien und dessen Memoiren beigetragen, wobei er Techniken aus dem Daten- und Bürgerjournalismus integriert hat.

In Zusammenarbeit mit einem Netzwerk aus Journalist*innen, Journalismus- und Humanwissenschaftsstudierenden, Freiwilligen und Überlebenden des Krieges hat Juan Teams koordiniert, um Datenbanken, Karten und andere digitale Instrumente zu erstellen. Mit Hilfe dieser Instrumente können Informationen über Menschenrechtsverletzungen während des Krieges, sowie Initiativen zur Erinnerung und Friedensförderung in Kolumbien abgerufen werden.

Als Professor hat er sowohl im akademischen als auch im außeruniversitären Bereich gearbeitet und an der Universidad del Rosario Fächer wie "Methoden der Berichterstattung" und "Analyse und Visualisierung von Daten" unterrichtet. Über seine Stiftung "Con Lupa" und andere verbündete Organisationen führt er mit Gemeinschaften von Überlebenden bewaffneter Gewalt, Workshops zu Kommunikations- und Journalismus-Werkzeugen durch.

Seine Arbeit wurde als Finalist oder Gewinner von Preisen wie den Data Journalism Awards (2017 und 2019), den Sigma Awards (2021) und dem ¡Investiga! - einem nationalen kolumbianischen Investigativpreis (2017 und 2019) - geehrt.

Seit dem letzten Friedensabkommen in Kolumbien (2016) hat Juan über dessen Umsetzung als Reporter und Redakteur bei La Paz en el Terreno berichtet, einer Allianz zwischen Rutas del Conflicto, dem Projekt "Colombia+20" von El Espectador, der ältesten und zweitgrößten Zeitung des Landes, und der deutschen Stiftung: Friedrich-Ebert-Stiftung in Kolumbien (FESCOL).

Er ist Mitautor des journalistischen Leitfadens " Clues to investigate the disappearance and search for people. Dialogues with absence " und des Buches "I survived: memories of war and resistance in Colombia".

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