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Türkei

Die Regierung unter Recep Tayyip Erdogan übt zum Teil direkten Druck auf die Medien aus. Regierungsmitglieder rufen etwa in Redaktionen an, um zu verlangen, dass regierungskritische Berichte von Webseiten entfernt werden. Während der gewaltsamen Proteste rund um den Gezi-Park 2013 wurden Journalisten sowohl von Demonstranten als auch von Sicherheitskräften gezielt angegriffen. Kaum ein Vorfall wurde strafrechtlich verfolgt. Strenge Internetgesetze ermöglichen das Blockieren kritischer Webseiten. Im März 2014 ließ die Regierung vorübergehend Twitter sperren.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 151 von 180
Türkei 18.01.2017

Mord an Hrant Dink noch nicht aufgeklärt

Zehn Jahre nach der Ermordung des türkisch-armenischen Journalisten Hrant Dink fordert Reporter ohne Grenzen die türkische Justiz auf, den Fall endlich lückenlos aufzuklären und alle Hintermänner zu verurteilen. Der Herausgeber der türkischen-armenischen Zeitung Agos wurde am 19. Januar 2007 in Istanbul erschossen.

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Türkei 10.01.2017

Prozess gegen ROG-Korrespondent geht weiter

Reporter ohne Grenzen fordert die türkische Justiz auf, sämtliche Anschuldigungen gegen den langjährigen Türkei-Korrespondenten der Organisation unverzüglich fallenzulassen. Am Mittwoch wird der Prozess gegen Erol Önderoglu in Istanbul fortgesetzt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm „Propaganda für eine terroristische Organisation“ vor.

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Jahresbilanz der Pressefreiheit 13.12.2016

Weltweit mindestens 348 Journalisten in Haft

Die Repressionswelle seit dem Putschversuch in der Türkei hat die Zahl der weltweit inhaftierten Journalisten 2016 deutlich in die Höhe getrieben. Das geht aus der Jahresbilanz der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen hervor. Weltweit sitzen mindestens 348 Medienschaffende wegen ihrer Arbeit im Gefängnis, 52 sind entführt.

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Konferenz am 26. Januar 2017 in Berlin ICS

Zehn Jahre nach dem Attentat auf Hrant Dink

Anlässlich des zehnten Jahrestages der Ermordung des armenisch-türkischen Journalisten Hrant Dink widmet sich die Konferenz "Im Herzen so ängstlich wie eine Taube" der Frage, wie es um den türkischen Rechtsstaat bestellt ist. ROG-Geschäftsführer Christian Mihr diskutiert auf dem Podium über die Situation der Pressefreiheit in der Türkei.

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Videobotschaft von Can Dündar

Der Chefredakteur der unabhängigen türkischen Zeitung Cumhuriyet wurde im Mai 2016 wegen seiner Berichterstattung zu fünf Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt. Diese Botschaft schickte er uns kurz zuvor für eine Veranstaltung in Berlin.
©ddp images
Länderbericht

Ein pressefeindliches Rechtssystem

Die mangelnde Unabhängigkeit der Justiz ist mitschuld an der prekären Lage der türkischen Journalisten. Viele fühlen sich von den Gerichten verfolgt.

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Kampf gegen Straflosigkeit

Bei Recherche verschwunden

Korrespondent Nazım Babaoğlu wollte 1994 einem Hinweis auf die Aktivitäten einer regierungstreuen Miliz nachgehen. Von der Recherche kehrte er nicht zurück.

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