Fotobuch 2014

Fotos für die Pressefreiheit 2014

Fotos für die Pressefreiheit 2014

Jubiläums-Bildband von Reporter ohne Grenzen

Das Buch „Fotos für die Pressefreiheit 2014" dokumentiert die Ereignisse des vergangenen Jahres – vor allem in Ländern, in denen unabhängige Medien unter Druck stehen. Im Mittelpunkt dieser Ausgabe zum 20-jährigen Bestehen der deutschen Sektion von Reporter ohne Grenzen stehen Fotografen, die Bilder aus ihrer Heimat zeigen. Oft lenken sie den Blick auf Aspekte ihrer Gesellschaften, über die die Mächtigen nur ungern sprechen. Ihre Bildstrecken werden durch Texte ergänzt, in denen die Fotografen über ihre Arbeit und ihre Beweggründe erzählen.

Der in New York lebende russische Fotograf Misha Friedman widmet sich in scheinbar harmlosen Alltagsszenen der allgegenwärtigen Korruption in Russland. Maika Elan aus Vietnam holt mit ihrer Kamera homosexuelle Paare aus dem Verborgenen und gibt seltene Einblicke in deren Alltag. Die Gruppe Nar Photos zeigt Bilder von den Demonstrationen gegen die islamisch-konservative Regierung der Türkei und erregte damit Aufmerksamkeit, weil die vom Staat gegängelten Medien vieles nicht berichteten.

Charles Ommanney zeigt in der Serie „Gun Control", wie der verbreitete Waffenkult in seiner Heimat USA das Leben ganz normaler Menschen prägt. André Vieira aus Brasilien dokumentierte den Redaktionsalltag der angesehenen, aber gegen schleichenden Bedeutungsverlust kämpfenden Tageszeitung Folha de S. Paulo. Zhang Kechun fotografierte in China zwei Jahre lang am Ufer des Gelben Flusses und erschrak darüber, wie zerstört und verschmutzt der als „Seele der Nation" geltende Strom mittlerweile ist. Poulomi Basu begleitete Soldatinnen in Indien und dokumentierte deren Zerrissenheit zwischen dem Dienst am Land und den Erwartungen ihrer Familien.

23 Fotografinnen und Fotografen haben ihre Werke für das ROG-Fotobuch unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Reporter ohne Grenzen finanziert sich neben Spenden und Mitgliedsbeiträgen durch den Verkaufserlös des Fotobuchs. Dieser fließt vollständig in Pressearbeit, Anwaltskosten und medizinische Hilfe für verfolgte Journalisten.

2010 wurde der Bildband mit dem kress Award für den besten Relaunch ausgezeichnet. Der Jubiläumsband "Fotos für die Pressefreiheit 2014" ist beim Deutschen Fotobuchpreis mit dem Prädikat "Nominiert 2015" ausgezeichnet worden. Es erhält mit weiteren herausragenden Fotobüchern Eingang in eine große Wanderausstellung.

Reporter ohne Grenzen (Hrsg.):
Fotos für die Pressefreiheit 2014
104 Seiten • Softcover • 4-farbig • Format 21x28 cm • Schweizer Bindung
ISBN 978-3-937683-47-8
14 Euro inkl. Versand

Ein Einblick in "Fotos der Pressefreiheit 2014"

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© © Sebastian Hudert / Lilli Langenheim für DDB Tribal Berlin GmbH, 2014

Die Enthüllungen des Whistleblowers Edward Snowden über die Geheimdienstpraktiken der USA und Großbritanniens haben 2013 eine weltweite Debatte über digitale Massenüberwachung ausgelöst. Sie gefährdet den Quellenschutz und bedroht damit investigative Recherchen auch in demokratischen Staaten.
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© André Vieira / Agentur Focus

Ana Cristina Santos, hier im Newsroom der Tageszeitung, versorgt die Redaktion mit Kaffee und kleinen Snacks.
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© Charles Ommanney / Reportage by Getty Images

Loigrand De Angelis, Immobilienmakler aus Florida, posiert mit seinem Sohn Loigrand junior in der Garage seines Wohnhauses.
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© Cynthia Matonhodze

Kinder spielen in einem Meer aus Wahlkampf Broschüren, die Teilnehmer einer Mugabe-Kundgebung weggeworfen haben.
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© Maika Elan / MoST

Tran Van Tin (1972, Sozialarbeiter) und sein Freund Vu Trong Hung (1943, Kassenprufer) in ihrer Wohnung in Hanoi.
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© Misha Friedman / laif

Zwei junge Matrosen bewachen den Eingang zum Kommandozentrum der Baltischen Flotte. Viele Eltern in Russland versuchen, ihre Söhne wegen der weit verbreiteten Misshandlung junger Rekruten beim Militar vor dem Wehrdienst zu bewahren.
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© Poulomi Basu / VII Mentor Program

Eine Einheit von 118 Frauen wartet im Morgengrauen im Heerlager Khatka, Punjab, auf den Beginn ihres Trainings.
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© Serra Akcan / Nar Photos

Der Strasenhandler Ali Saricicek (Mitte) wird am 6. Juli festgenommen, weil er Flaggen an Demonstranten verkaufte.
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© Zhang Kechun / MoST

Schwimmer tragen ein Foto von Mao Zedong über den Fluss.
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