Referent Internetfreiheit

Daniel Moßbrucker

"Journalisten erleben die spannendste Zeit ihrer Berufsgeschichte: neue Technologien bieten riesiges Potenzial, um mehr Menschen auf der gesamten Welt in Echtzeit zu informieren – und das auf so vielfältige Weise, wie es ohne das Internet nicht ansatzweise möglich gewesen wäre. Im Schatten der digitalen Revolution etabliert sich jedoch ein Trend, der Journalismus im Kern bedroht. Vorratsdatenspeicherung, intransparente Geheimdienste oder ausufernde Überwachung durch Staaten und globale Konzerne rauben unserer Gesellschaft langfristig jegliche Privatheit. Journalisten verlieren damit die Möglichkeit, ihre Kritik- und Kontrollfunktion wirksam wahrnehmen zu können. Mit Reporter ohne Grenzen für Pressefreiheit im digitalen Zeitalter einzutreten, halte ich daher für eine ebenso wichtige wie spannende Herausforderung."

Daniel Moßbrucker ist ausgebildeter Journalist und seit Juni 2016 Referent für Informationsfreiheit im Internet bei Reporter ohne Grenzen. Er hat an der TU Dortmund Journalistik und Politikwissenschaft studiert und in diesem Zusammenhang ein Volontariat beim Hessischen Rundfunk in Frankfurt absolviert. Seit 2015 belegt er das berufsbegleitende Masterprogramm „Digital Journalism“ an der Hamburg Media School und ist dafür Stipendiat des Norddeutschen Rundfunks. In seiner Arbeit beschäftigt er sich insbesondere mit den Themen Netzpolitik, Datenschutz, Informationsfreiheit und Überwachung.

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