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Ungarn

Seit Viktor Orbán und seine Fidesz-Partei 2010 an die Regierung kamen, haben sie die Medien Schritt für Schritt unter ihre Kontrolle gebracht. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk und Ungarns einzige Nachrichtenagentur MTI wurde in der staatlichen Medienholding MTVA zentralisiert. Die regionale Presse ist seit Sommer 2017 vollständig im Besitz Orban-freundlicher Unternehmer. 2018 wurden fast 500 regierungsnahe Medienunternehmen in einer Holding mit zentral koordinierter Berichterstattung zusammengefasst. Wichtige kritische Medien wie die überregionalen Zeitungen Népszabadság und Magyar Nemzet wurden eingestellt, große Nachrichtenportale in den Besitz Orbán-naher Unternehmer und redaktionell auf Linie gebracht. Regierungskritische und investigative Berichte finden über kleinere Online-Medien nur noch geringe Verbreitung. Wiederholt haben regierungsnahe Medien „schwarze Listen“ unliebsamer Journalist*innen veröffentlicht.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 92 von 180
Ungarn16.07.2021

Feind der Medien wirksam bekämpfen

Viktor Orbán hat es als erster und bisher einziger EU-Ministerpräsident auf die Liste der Feindinnen und Feinde der Pressefreiheit geschafft. Während Orbán darauf mit Spott reagiert, fordert Reporter ohne Grenzen (RSF) die Europäische Kommission auf, endlich wirksame Werkzeuge gegen die Aushöhlung der Medienfreiheit in Ungarn zu entwickeln.

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Schriftzug Schwarz auf Weiß "The People's Declaration"
Digital Services Act13.07.2021

„People’s Declaration“ für Grundrechte im Netz

Technologien müssen den Menschen dienen, anstatt den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Demokratie zu gefährden – ausgehend von dieser Maxime wenden sich Reporter ohne Grenzen (RSF) und 30 weitere zivilgesellschaftliche Organisationen mit einer gemeinsamen Erklärung, der „People’s Declaration“, an das Europäische Parlament.

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Gebäude
Ungarn10.06.2021

#FreeThemAll: Júlia Halász

Das Komitee zum Schutz von Journalisten hat die ungarischen Behörden dazu aufgefordert, juristische Schikanen gegen die Journalistin Júlia Halász einzustellen und neue Gesetze zum Schutz der Meinungsfreiheit auf den Weg zu bringen.

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