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Zypern

In der Republik Zypern haben politische Parteien, die orthodoxe Kirche sowie die Wirtschaft einen großen Einfluss auf die Medien. Politiker*innen akzeptieren keine alternativen Ansichten zur Zypernfrage. Ein Glossar der OSZE für verantwortungsbewussten Sprachgebrauch im Journalismus, den zwei griechisch-zyprische und zwei türkisch-zyprische Autor*innen erarbeitet haben, stieß 2018 auf harsche Kritik in der Politik. Die griechisch-zyprischen Autor*innen wurden mit Mord und Vergewaltigung bedroht, Polizeiermittlungen dazu gab es nicht. Zypern ist eine Steueroase mit vielen Verbindungen zu russischen Oligarchen. Journalist*innen, die darüber berichten, werden immer wieder mit Zivil- und Strafklagen überzogen.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 27 von 180
EU-Überwachungsexporte08.06.2020

Kommission muss auf Menschenrechten bestehen

Reporter ohne Grenzen und weitere Menschenrechtsorganisationen rufen die Europäische Kommission auf, bei der stockenden Reform der EU-Exportkontrollen für Überwachungstechnologie auf einem strikten Menschenrechtsschutz zu bestehen. Zuletzt legte die Kommission einen stark verwässerten Kompromissvorschlag vor.

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Rangliste der Pressefreiheit 202021.04.2020

Journalisten unter Druck von vielen Seiten

Immer dreister auftretende autoritäre Regime, repressive Gesetze gegen vermeintliche Falschmeldungen, populistische Stimmungsmache und die Erosion traditioneller Medien-Geschäftsmodelle stellen die Pressefreiheit weltweit in Frage. Das macht die Rangliste der Pressefreiheit 2020 von Reporter ohne Grenzen deutlich.

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Neue EU-Kommission26.09.2019

Ungarischen Kandidaten ablehnen

Reporter ohne Grenzen fordert das Europäische Parlament auf, der Ernennung des ehemaligen ungarischen Justizministers László Trócsányi zum Kommissar für Erweiterungs- und Nachbarschaftspolitik nicht zuzustimmen und die weiteren Kandidatinnen und Kandidaten kritisch auf ihre Einstellung zur Pressefreiheit zu prüfen.

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