Hilfe für Journalistinnen und Journalisten in Afghanistan

Reporter ohne Grenzen (RSF) ist in größter Sorge um Journalistinnen und Journalisten in Afghanistan. Mit dem endgültigen Abzug der US-Armee aus Afghanistan wird die Bedrohungslage für Medienschaffende vor Ort immer größer. Bis zum Ende der Evakuierungsflüge ist es RSF gemeinsam mit anderen Organisationen im Rahmen der zivilgesellschaftlichen „Luftbrücke Kabul“ gelungen, sechs besonders gefährdete Medienschaffende mit ihren Kernfamilien außer Landes zu bringen. Doch weitaus mehr mussten bislang zurückbleiben. Sie schweben in akuter Lebensgefahr, denn mit dem Siegeszug der Taliban hat in Afghanistan nun einer der größten Feinde der Pressefreiheit weltweit die Macht übernommen.

Trotz der bisherigen Rückschläge wird RSF weiter alle Hebel in Bewegung setzen, um afghanische Medienschaffende außer Landes zu bringen. Seit zwei Wochen erreichen RSF täglich Dutzende Anfragen verzweifelter Medienschaffender. Wir haben eine Namensliste zusammengestellt und diese täglich aktualisiert an den Krisenstab der Bundesregierung geschickt. Sie umfasste zuletzt rund 90 Namen afghanischer Journalistinnen und Journalisten, 29 von ihnen sind Frauen. In ihrer Verzweiflung haben einige sich eigenmächtig in Nachbarländer geflüchtet. Da vielen Reporterinnen und Reportern nur noch diese Option bleibt, fordert RSF die Bundesregierung auf, eine Grundsatzentscheidung für Visa für in Drittstaaten gestrandete bedrohte Medienschaffende zu treffen, anstatt weiterhin nach Einzelfällen zu entscheiden. Bitte unterstützen Sie jetzt unsere Hilfsaktion mit einer Spende!

Zwei afghanische Journalisten filmen am Ort eines Bombenanschlags in Kabul, Afghanistan, Dienstag, 9. Februar 2021 © picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Rahmat Gul

Zeigen Sie Solidarität mit Journalistinnen und Journalisten in Afghanistan.

Bereits vor zwei Wochen hatte RSF gemeinsam mit deutschen Verlagen, Redaktionen, Sendern und Medienhäusern in einem offenen Brief die Bundesregierung aufgefordert, umgehend ein Visa-Notprogramm für afghanische Mitarbeitende deutscher Medienorganisationen einzurichten. Die Liste von RSF umfasste zusätzlich noch Medienschaffende, die nicht nur für deutsche, sondern vor allem für unabhängige lokale Medien arbeiteten. Als Menschenrechtsorganisation setzt sich RSF für alle Journalistinnen und Journalisten vor Ort ein.

RSF prüft zudem weitere Möglichkeiten, den Betroffenen vor Ort und im Exil zu helfen. Die Organisation hat den UN-Sicherheitsrat aufgefordert, eine Sondersitzung abzuhalten, um die lebensgefährliche Situation von Medienmitarbeitenden zu erörtern und einen Notfallplan zu erarbeiten. Der Plan sollte unter anderem Hilfe für Medienschaffende umfassen, die Afghanistan verlassen wollen, insbesondere vereinfachte Verfahren zur Erlangung von Visa und zur Übernahme der Reisekosten. Zudem sollte ein Fonds eingerichtet werden, der den unmittelbaren Bedarf afghanischer Journalistinnen, Journalisten und Medien deckt, egal wo sie sich aufhalten.

Bitte unterstützen Sie unsere Hilfsaktion für Journalistinnen und Journalisten in Afghanistan. Gemeinsam können wir ein Zeichen der Solidarität setzen. Bitte spenden Sie jetzt! 

 

Kontakt Koordination der Nothilfe Anfragen aus Afghanistan:

Bianca Gackstatter
Tel: +49 151 - 29 867 685

E-Mail: nothilfe@reporter-ohne-grenzen.de

 

 

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