Kolumbianische Journalisten leben gefĂ€hrlich. Allein in CĂșcuta, einer Stadt im Nordosten des Landes, gab es im Jahr 2004 38 Ăbergriffe auf Medienvertreter. In der konfliktreichen Region stehen Journalisten permanent unter Druck, berichtet eine Untersuchungsmission von Reporter ohne Grenzen. Bewaffnete Gruppen wie Guerillas, ParamilitĂ€rs und DrogenhĂ€ndler haben das Sagen. Die Behörden entziehen sich der Verantwortung. Etliche Journalisten haben das Land verlassen, andere schĂŒtzen sich durch Selbstzensur.
Vor allem die Verantwortungslosigkeit der offiziellen Seite und fehlende Strafverfolgung gefĂ€hrde die Pressefreiheit im Land, kritisieren die ROG-Mitarbeiter. So wollte ein BĂŒrgermeister noch nie von Ăbergriffen auf die Presse gehört haben. Ein Polizeichef bezeichnete im Januar 2005 begangenen Mord an dem Journalisten Julio Palacios SĂĄnchez als âschwarzen Fleckâ auf einer ansonsten âweiĂen Westeâ.
Die ROG-Mitarbeiter befragten fĂŒr den Bericht gemeinsam mit Vertretern der kolumbianischen FundaciĂłn para la Libertad de Prensa, dem peruanischen Instituto Prensa y Sociedad und der dĂ€nischen Organisation International Media Support im Februar 2005 Vertreter lokaler und nationaler Medien, Lokalpolitiker, Juristen und MilitĂ€rs.
Den gesamten Bericht (pdf, in Englisch) lesen.
Kolumbien: Permanenter Druck und Selbstzensur
