Pressefreiheit grenzenlos

Der Podcast von Reporter ohne Grenzen

© RSF

Nadine Kreuzahler moderiert den Podcast von Reporter ohne Grenzen

Korruption, Machtmissbrauch, populistische Präsidenten – das Unrecht dieser Welt wird erst sichtbar, wenn Medienschaffende darüber berichten. Deshalb muss jeder Mensch das Recht haben zu informieren und sich frei informieren zu können. Autoritäre Regierungen verletzen das Menschenrecht auf Pressefreiheit, in dem sie Medien zensieren und Medienschaffende verhaften.

Daher setzt sich Reporter ohne Grenzen weltweit für Presse- und Informationsfreiheit ein und unterstützt Medienschaffende, die in Not geraten sind. In diesem Podcast stehen die Menschen im Fokus, für die sich die Organisation tagtäglich einsetzt. Menschen, die dann hinschauen, wenn andere wegsehen.

Was bringt sie dazu, ihr Leben aufs Spiel zu setzen und in den Dienst der Gesellschaft zu stellen? Welchen Gefahren sind sie durch ihre Arbeit ausgesetzt? Und wie kann es gelingen, dass sie frei berichten können?

Der Podcast von Reporter ohne Grenzen wird moderiert von Nadine Kreuzahler, Redakteurin beim rbb Inforadio.

 


Wie ein Roboter habe sie sich gefühlt, so die junge Fotografin Violetta Savchits aus Belarus. Wochenlang „funktionierte“ sie einfach, um zu dokumentieren, was in ihrem Heimatland geschieht. Savchits begleitete die Massenproteste gegen die umstrittene Wiederwahl von Machthaber Alexander Lukaschenko von Beginn an. Was geschah mit der Frau im roten Kleid, nachdem sie einen Soldaten umarmt hatte, um ein Zeichen gegen staatliche Gewalt zu setzen? Im Podcast erzählt Violetta Savchits die Geschichten der Bilder, die um die Welt gingen. Die Proteste zeichneten sich durch eine besondere Bildsprache aus, die es erleichterten, die Aufmerksamkeit der Welt auf Belarus zu lenken. Während das weltweite öffentliche Interesse zurückgeht, verschärft sich die Lage in Belarus. Willkürliche Verhaftungen und Gewalt bleiben an der Tagesordnung. Die Bilder von Violetta Savchits sind im Bildband „Fotos für die Pressefreiheit 2021“ abgedruckt. Mit Gemma Pörzgen, Vorstandsmitglied von Reporter ohne Grenzen und Chefredakteurin des Fotobuchs, sprechen wir über die Kraft von Bildern als Mittel gegen die Mächtigen dieser Welt. Jetzt hören

Die Gewalt gegen Medienschaffende in Deutschland nimmt zu. Sie werden am Rande von Demonstrationen angegriffen oder online beleidigt und bedroht, sind den Hasskommentaren oft schutzlos ausgeliefert. In genau dieser Situation befand sich Thembi Wolf, heute Redakteurin bei Vice und Vorstandsmitglied der Neuen Deutschen Medienmacher*innen. In ihrem journalistischen Alltag waren Hasskommentare allgegenwärtig. Nachdem sie auf Social Media einen Videobeitrag über religiöse Feiertage in Deutschland veröffentlichte, eskalierte die Situation jedoch. Welche Ausmaße digitale Gewalt und Bedrohungen auch im echten Leben annehmen, wie sie den Alltag einschränken und welche Verantwortung Redaktionen tragen müssen, darüber spricht Thembi Wolf mit RSF-Pressereferentin Anne Renzenbrink im Podcast. Jetzt hören

Shammi Haque wusste, dass ihr Leben in Gefahr ist, als ein befreundeter Blogger im Jahr 2015 ermordet wurde. Genauso wie er schrieb die Journalistin in den sozialen Medien über das Verhältnis von Staat und Islam in Bangladesch, übte Religionskritik - ein Thema, über das traditionellen Medien bis heute nicht frei berichten. Medienschaffende, die es trotzdem wagen, werden von Islamistinnen und Islamisten diffamiert, verfolgt und bedroht. Die Angst war ständige Begleiterin in Shammis Alltag. Sie musste fliehen und fand im Oktober 2015 Exil in Deutschland. Wie es ihr gelang, alles zurückzulassen und in Deutschland als Journalistin neu Fuß zu fassen, darüber spricht Shammi Haque im Podcast mit RSF-Geschäftsführer Christian Mihr. Jetzt hören