In sechs Ländern zählt Reporter ohne Grenzen inzwischen zwei Feinde der Pressefreiheit:
Weitere Präsidenten, die bald in die Liste aufgenommen werden könnten, sind Ismail Omar Guelleh in Dschibuti, Omar al Baschir im Sudan und Yoweri Museveni in Uganda. Sehr genau beobachtet ROG die Situation im Jemen und in Kolumbien, wo die paramilitärische Gruppe Aguilas Negras (Schwarze Adler) auf der Liste der „Feinde der Pressefreiheit“ steht und die FARC-Rebellen verdächtigt werden, Ende April einen freien Journalisten entführt zu haben.
ROG-BÜRO IN LIBYEN GEPLANT
In den arabischen Ländern, wo Proteste teilweise brutal unterdrückt wurden, war die Arbeit für Journalisten in den vergangenen Monaten besonders gefährlich. Das gilt vor allem für freie Reporter, Fotografen und Bürgerjournalisten - oft die einzigen Informationsquellen in Regionen, die für internationale Berichterstatter gesperrt sind. Die Neigung einiger Regierungen, Oppositionsgruppen als „terroristisch“ zu diffamieren, hält ROG für ebenso bedenklich wie den anti-demokratischen Charakter mancher Protestbewegungen.
Um die Regierungen der arabischen Länder beim Aufbau einer freien Presse zu unterstützen, hat Reporter ohne Grenzen im Herbst ein Büro in Tunis eingerichtet, ein weiteres ROG-Büro in Libyen ist in Planung.
Angesichts wachsender Gefahren für Journalisten weltweit appelliert Reporter ohne Grenzen:
Die vollständige Liste der „Feinde der Pressefreiheit“ finden Sie hier.
