Im MĂ€rz jĂ€hrte sich die Welle der Repression gegen unabhĂ€ngige kubanische Medien und Journalisten (der sogenannte âSchwarze FrĂŒhlingâ) zum dritten Mal. 90 Regimekritiker wurden damals kurzzeitig inhaftiert. Unter ihnen waren 27 Journalisten, die anschlieĂend Haftstrafen zwischen 14 und 27 Jahren erhielten. Der Vorwurf: VerstoĂ gegen das Gesetz 88, das die ânationale UnabhĂ€ngigkeit und Wirtschaft Kubasâ schĂŒtzt. Der Jahrestag war Anlass fĂŒr ROG, die derzeitige Lage in Kuba zu untersuchen.
Da es ROG nicht gestattet war, in das Land einzureisen, hat die Organisation kubanische Journalisten, Exilkubaner und Familienangehörige inhaftierter Journalisten per E-Mail und Telefon befragt. Die Arbeit unabhĂ€ngiger kubanischer Journalisten ist demnach noch schwieriger geworden, jedoch haben sie nicht aufgegeben. Sie können nur geheim recherchieren, was zu einer Berichterstattung âvon drinnen nach drauĂenâ gefĂŒhrt hat: Sie informieren das Ausland ĂŒber die Situation in Kuba, die Bevölkerung selbst jedoch erreichen sie kaum. Den gesamten Bericht lesen (auf Englisch, als pdf).
Kuba
Drei Jahre nach dem "schwarzen FrĂŒhling"
