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Angedrohte Durchsuchung bei der ZEIT: schwerer Angriff auf die Pressefreiheit

Angedrohte Durchsuchung bei der ZEIT: schwerer Angriff auf die Pressefreiheit
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Das Gebäude der ZEIT in Hamburg.

Am Montagmorgen, 12. Oktober 2026, haben Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt Hamburg die Geschäftsräume der ZEIT in Hamburg aufgesucht und mit einer Durchsuchung der Redaktionsräume gedroht. Die Durchsuchungsanordnung umfasste die Herausgabe von Tonaufzeichnungen der Gespräche, die im Zusammenhang mit dem Podcast "House of Block" angefertigt wurden, und die vom Gericht als mögliche Beweismittel betrachtet werden.

Christian Mihr, Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen (RSF), sagt dazu: „Dass die Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit dem Hamburger Block-Prozess die Herausgabe von Originalaufnahmen für den ZEIT-Podcast ‚House of Block‘ angeordnet und mit einer Durchsuchung von Redaktionsräumen gedroht hat, ist ein schwerer Angriff auf die Pressefreiheit. Journalistisches Recherchematerial darf nicht zum Hilfsmittel der Strafverfolgung werden. Der Quellenschutz ist eine zentrale Voraussetzung für unabhängigen Journalismus und muss auch in einem Strafverfahren gewahrt bleiben. Unveröffentlichtes Originalmaterial ist besonders geschützt, gerade vor dem Zugriff der Justiz."