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Dschibuti

Dschibutis politische Führung erlaubt keinerlei Medienvielfalt. Die wenigen zugelassenen Medien werden vom Kommunikationsministerium oder von der Regierungspartei kontrolliert, die Zeitungen der Opposition wurden über die Jahre von Gerichten geschlossen oder finanziell ausgetrocknet. Ausländische Journalisten werden nicht ins Land gelassen. Ein Gesetz von 1992 stellt Mediendelikte unter Gefängnisstrafen. Wer ein Medium gründen will, muss in der Regel die dschibutische Staatsbürgerschaft besitzen und mindestens 40 Jahre alt sein. Die einzige Möglichkeit, sich unabhängig zu informieren, ist das Exilradio La Voix de Djibouti, das aus Belgien sendet. Aber sein Signal ist oft gestört und wird online blockiert, und die Mitarbeiter*innen werden immer wieder festgenommen und misshandelt.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 176 von 180
Dschibuti13.08.2020

#FreeThemAll: Charmarke Said Darar

In Dschibuti haben Ermittler die Wohnung des Journalisten Charmarke Said Darar durchsucht, der sich dort bereits seit mehreren Wochen in Haft befindet. Darars Schwester sagte gegenüber Reporter ohne Grenzen aus, dass ihr Bruder ausgesehen habe, als hätte er seit seiner Verhaftung kaum etwas gegessen.

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Dschibuti20.06.2020

#FreeThemAll: Mohamed Ibrahim Wais

Reporter ohne Grenzen hat die Verhaftungen von zwei Journalisten in Djibouti scharf verurteilt. Mohamed Ibrahim Wais und Kassim Nouh Abar, beide Mitarbeiter des Radiosenders La Voix de Djibouti, waren kurz nacheinander am 5. und am 7. Juni festgenommen worden.

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Iranische Flagge
Iran/Rumänien/Deutschland14.06.2020

Ex-Staatsanwalt nicht entkommen lassen

Reporter ohne Grenzen fordert die Behörden in Rumänien und Deutschland auf zu verhindern, dass sich der frühere iranische Staatsanwalt Gholamresa Mansuri einer Strafverfolgung in Europa wegen seiner Rolle bei staatlichen Verbrechen an Journalistinnen und Journalisten entzieht. Mansuri wurde nun in Rumänien festgenommen.

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