Länderportal

Finnland

Finnland gehört seit vielen Jahren zu den Ländern mit den freiesten Medien weltweit. Trotz der kleinen Einwohnerzahl gibt es eine große Vielfalt an Printmedien – auch dank staatlicher Förderung zum Beispiel für Publikationen in Minderheitensprachen. Allerdings ist die Medienkonzentration hoch. Seit 2010 gibt es einen Rechtsanspruch auf schnellen Internetzugang. Zwei Skandale 2016 und 2017 blieben Einzelfälle. In einem Fall ging es um mutmaßliche politische Einflussnahme beim öffentlich-rechtlichen Sender YLE, im anderen um Ermittlungen und Durchsuchungen gegen die Zeitung Helsingin Sanomat und zwei Journalist*innen nach einer Recherche über den Militärgeheimdienst. Ein zunehmendes Problem ist die Online-Belästigung von Journalist*innen in den sozialen Medien.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 2 von 180
Drei Flaggen der EU wehen an langen Fahnenstangen vor dem Gebäude der Europäischen Kommission
EU-Aktionsplan für Demokratie27.11.2020

Zehn Empfehlungen an die EU

Bevor die Europäische Kommission am 2. Dezember ihren Aktionsplan für Demokratie vorstellt, legt Reporter ohne Grenzen den europäischen Institutionen zehn Empfehlungen vor, wie sie auf die aktuellen Herausforderungen für Demokratie und Grundrechte reagieren sollten - besonders im Hinblick auf die Pressefreiheit.

mehr
Ein Journalist steht mit einer Kamera auf der Schulter vor einem geschlossenen Gerichtssaal
Gastbeitrag19.11.2020

SLAPP-Klagen in der EU erschweren

Als eine Gruppe zivilgesellschaftlicher Organisationen sehen wir den Fall der ermordeten Journalistin Daphne Caruana Galizia als eine der schwerwiegendsten SLAPPs der jüngeren Geschichte. Unter dem Begriff "SLAPP" werden Klagen zusammengefasst, die kritische Stimmen von Medienschaffenden und der Zivilgesellschaft verhindern sollen.

mehr
Smartphone, auf dem Whatsapp geöffnet ist
EU-Vorstoß zu Messengerdiensten17.11.2020

Verschlüsselung nicht in Frage stellen

Reporter ohne Grenzen und Netzwerk Recherche fordern die Regierungen der EU-Staaten auf, die Vertraulichkeit verschlüsselter Messengerdienste nicht in Frage zu stellen. Vor dem Hintergrund des Terroranschlags von Wien unternimmt der EU-Ministerrat derzeit einen neuen Vorstoß, um Sicherheitsbehörden den Zugriff auf verschlüsselte Chats zu ermöglichen.

mehr
Alle Meldungen